unterseiten

Montag, 1. November 2010

home is wo das fahrrad steht

es ist komisch. ich kann gerade so ein bisschen dabei zuschauen, wie das hier nach und nach zu meinem zuhause wird. normalerweise ist es ja so, dass man vom prozess selber nichts wirklich bemerkt, sondern es erst im rückblick erkennt.
andererseits, was weiß ich schon? ich hab fast mein gesamtes leben in bonn verbracht & bis ich 22 war, mir nicht vorstellen können, dass ich mich in einer anderen stadt jemals werde zuhause fühlen können. aber dann war ich für mein auslandssemester in sheffield und als ich über weihnachten wieder nach bonn geflogen bin, hab ich nicht nur geheult, als ich meinen bruder nach drei monaten am flughafen wiedergesehen hab - nein, ich hätte auch vor glück heulen können, als ich nach zwei wochen wieder zurück in sheffield war, im taxi saß, durch die stadt fuhr & es sich wie nach hause kommen anfühlte.
und jetzt steig' ich in düsseldorf aus dem zug & denke immer noch jedes mal "geil, ich wohne jetzt hier!" das ist einfach so cool & macht mich immer noch jedes mal glücklich. & dann macht es auch nichts, wenn ich aus dem bahnhof rausgehe & es nieselt & kalt & grau ist, denn mein fahrrad steht ja da & ich weiß, dass ich in 10 minuten zu hause bin.

Kommentare: