ich hab' entourage geliebt. am anfang, vor ein paar jahren. aber irgendwo zwischen staffel 4 und 6 haben wir uns auseinander gelebt. jetzt sind acht staffeln rum, die serie vorbei, und ich ein bisschen erleichtert.
entourage zu empfehlen, fand' ich immer schwierig, denn wenn man anfängt zu erzählen, merkt man selbst, wie scheiße sich das anhört. isses aber nicht. anke gröner hat das so ausgedrückt:
Denn während sich andere Dramen mit Weltpolitik befassen oder große Beziehungskisten erklären, beschäftigen sich die Kerle in Entourage eben lieber mit Mädels, kiffen oder Drehbücher querlesen. Hört sich erstmal nach nix an, macht aber nach drei Folgen extrem süchtig. Absolute Empfehlung.
isabella brachte mich vor 2 tagen erstmalig darauf, dass das ganze ein bisschen frauenfeindlich sein könnte. ich muss gestehen, dass ich darüber - im zusammenhang mit dieser serie - noch nie nachgedacht hatte. vielleicht weil das hier a given ist? zum einen, weil entourage für mich sehr eng mit der hiphop- und r'n'b-szene verknüpft ist, der man ja auch nachsagt, sehr frauenfeindlich zu sein. zum anderen sind die protagonisten von entourage nun mal ausschließlich männer (vince, e, drama, turtle), der wichtigste nebendarsteller (ari) hat eine ehefrau, deren vorname acht staffeln lang nicht bekannt ist & die bis zum series finale nur "mrs. ari" heißt. (was wiederum sehr stark an sex and the city & mr. big erinnert, der dem zuschauer auch erst im series finale als john vorgestellt wurde. auch 'ne hbo serie.)
bevor ich weiter abschweife: ein durchaus valider punkt von isabella, und ich werde mit meinen anderen serien diesbezüglich auch nochmal ins gericht gehen.
entourage sollte man aber ohnehin nicht zu sehr sezieren. jede kritik, die ich bisher über die serie gehört oder gelesen habe, ist berechtigt. vincent chase, genannt vince, oder vinnie, beispielsweise, ist der flachste charakter der gesamten serie, was deshalb so fatal ist, weil er gleichzeitig die hauptfigur der serie ist. er ist der (aufstrebende) hollywood filmstar aus brooklyn und die anderen drei jungs seine entourage. hence the name. (erinnert wiederum ein bisschen an how i met your mother, wo hauptfigur ted im vergleich zu lily, marshall, robin und barney wohl auch der uninteressanteste charakter ist.)
entourage hat aber auch nicht den anspruch eine hochwertige, tiefgründige (look what i did there!) serie zu sein. entourage hat den anspruch zu unterhalten. und das hat die serie auch vorzüglich getan - zu beginn. ab staffel 4 circa - der hälfte also - ließ die serie in sachen unterhaltung kontinuierlich nach. der plot wurde immer dünner, die geschichten immer absurder, neu eingeführte charaktere zu tode nervig (ashley!). das series finale war schlichtweg hanebüchen. es wäre genial gewesen, wenn es als satire oder karikatur der serie insgesamt intendiert gewesen wäre, aber das bezweifel' ich. allein, weil jeremy piven so enthusiastisch darüber twitterte.
entourage jumped the shark zu einem ungewöhnlich frühen zeitpunkt (sogar früher als lost mit ihrem time travelling bullshit), und dennoch bin ich bis zum schluss dran geblieben. von daher trotz aller kritik meine empfehlung. und wenn es nur wegen ari ist.

entourage jumped the shark zu einem ungewöhnlich frühen zeitpunkt (sogar früher als lost mit ihrem time travelling bullshit), und dennoch bin ich bis zum schluss dran geblieben. von daher trotz aller kritik meine empfehlung. und wenn es nur wegen ari ist.

bild von hier