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Montag, 17. Juni 2013

Woche 24


. Was mache ich eigentlich die ganze verdammte Woche außer Arbeiten? Es kann doch nicht sein, dass ich hier jeden Montag sitze und mich an nichts erinnere, das vor dem Wochenende passiert ist? Außer Arbeitsdinge, die für Euch aber eher uninteressant sind.

. Am Samstag war ich beim Friseur und habe mir meine (blonden) Wimpern und Augenbrauen färben lassen. Aus Selbstschutz sozusagen. Ich habe so starken Heuschnupfen, an dem in erster Linie meine Augen zu leiden haben, und mit dunklen Wimpern und Augenbrauen spare ich mir nun das morgendliche Schminken und – viel wichtiger noch – das abendliche Abschminken.


. Ich habe mir eine neue Brille ausgesucht, die ich hoffentlich diese Woche abholen kann.

. Meine Eltern sind derzeit in Schottland. Am Wochenende haben sie dort den Bruder meines Vaters besucht – die beiden hatten sich unglaubliche 24 Jahre nicht gesehen. Mama: "This is a visiting holiday. People are more important than places."

. Gesehen:
Silver Linings. Bradley Cooper war für mich immer der Typ aus Hangover, und Jennifer Lawrence das Mädel aus The Hunger Games, aber in Silver Linings habe ich mich in die beiden verliebt.
Arbitrage. Es ist wie Mark Kermode sagt, der Film ist gut und sehenswert, weil Richard Gere gut und sehenswert ist. (Die Rezension lohnt sich; Kermode ist ein richtiger Gere-Fanboy, das ist sehr süß anzuhören.)
Oh Boy. Deutscher Schwarzweißfilm mit Tom Schilling, tolle Bilder von Berlin.
Twin Peaks, Staffel 1. Kyle MacLachlan ist großartig. (Und genauso kaffeeverrückt wie ich.)


Freitag, 18. Januar 2013

Sherlock – Oder: Wieso wir Twitter alles zu verdanken haben

Bei Sherlock bin ich – wie bei so vielem seit ich Vollzeit berufstätig bin – Late Adopter. Ich konnte die britische TV-Serie Sherlock und die amerikanischen Spielfilme Sherlock Holmes nicht auseinander halten, wusste nichts über das jeweilige Setup der beiden Produktionen. Doch, eins: Bei Sherlock spielt der Typ mit dem komischen Namen mit, den Patschbella geil attraktiv findet.
Vor circa acht, neun Jahren sah ich das erste Mal The Office (UK) und war begeistert. Dass The Office-Tim bei Sherlock den Dr. Watson spielt, weiß ich jedoch erst seit dem ersten Weihnachtsfeiertag 2012, als ich mit meinen Eltern und meinem Bruder die erste – großartige – Folge, A Study in Pink, angesehen habe. Dass Martin Freeman auch der Hobbit ist, ähm, das dauerte übrigens nochmal ein bisschen länger, bis es zu mir durchgedrungen war. (Was IST mit mir?)
Nun, jetzt habe ich endlich die erste Folge gesehen, weiß, wer Benedict Cumberbatch ist (Bella, I get it now), und bin in der beneidenswerten Phase, angefixt zu sein, aber noch quasi alles vor mir zu haben. Passenderweise widmet Caitlin Moran in ihrem Buch / ihrer Kolumnensammlung Moranthology der Serie gleich mehrere Kapitel. Als Kolumnistin der Times hat sie sowohl die Macher Steven Moffat und Mark Gatiss, als auch Benedict Cumberbatch und Martin Freeman mehrfach getroffen und interviewt. Eins ihrer vier Sherlock-Features habe ich besonders gerne gelesen. Ich habe Sherlock von vornherein als die Über-Serie der letzten Jahre kennengelernt. Aber damals, vor anderthalb Jahren, hätte das auch ganz anders ausgehen können:

July 2010. It is three weeks before the first series of Sherlock broadcasts on BBC1, and show-runners Steven Moffat and Mark Gatiss are panicking. The BBC have suddenly brought forward the slot for their show 'by a substantial amount'. As summer is already a difficult time to launch a show, Gatiss and Moffat are bewildered as to how they will promote it.
'We were sitting around with our heads in our hands,' Steven Moffat remembers, 'going, "There isn't enough time to do this. It will broadcast to no one."'
This is when they joined Twitter.
'It was really only one step up from individually knocking on people's doors and shouting "Sherlock is coming!" through their letterboxes,' Mark Gatiss explains. 'We were almost ... desperate.'
'What did we think we'd get?' Moffat muses.
'Four million viewers,' Gatiss replies. 'Four million viewers, tops, and a couple of nice broadsheet write-ups. That was our best-case scenario.'
On the night the debut episode – 'A Study in Pink' – went out, the core cast and crew assembled at Steven Moffat's house, in Kew, to watch it, in a state of nervous tension.
Gathered around the wine – 'a lot of wine' – were Martin Freeman (Dr Watson), Benedict Cumberbatch (Sherlock Holmes), Mark Gatiss, Steven Moffat and Sue Vertue, the show's producer. [...]
In the event, when Sherlock began, the Moffat party had to immediately pause it, as Benedict Cumberbatch still hadn't arrived.
'He called us – he was stuck in a traffic jam on Baker Street,' Moffat recalls. 'Sherlock Holmes, stuck on Baker Street! We couldn't work out if that was a good sign or not.'
'I think he might have made that up. to be honest,' Mark Gatiss says. 'But it's a really good lie.'
When Cumberbatch finally arrived, the party who made Sherlock watched the show then minutes behind the rest of Britain.
'But we knew when the climax happened,' Mark Gatiss beams, 'because suddenly all our phones were going off, everyone texting, everyone phoning. I mean, exploding.'
'An hour later, I went and sat in the garden,' Moffat says, 'and looked at Twitter. I saw that Benedict was trending worldwide on Twitter, Martin was trending worldwide, Sherlock was trending worldwide. And people were talking about it with this ... passion. As if there were lifelong fans – when, of course, they'd not seen it ninety minutes ago. Everything had changed in ninety minutes.'
He pauses for a minute, still looking surprised.
'Everything.'
(Caitlin Moran, Moranthology, Part Four, Sherlock Feature: The Making of 'A Scandal in Belgravia')
Und deshalb verstehe ich Menschen nicht, die Twitter nicht verstehen.

Sonntag, 11. November 2012

Mindy Kaling: Is Everyone Hanging Out Without Me?

Am diesem Wochenende habe ich das Buch "Is Everyone Hanging Out Without Me? (And Other Concerns)" von Mindy Kaling verschlungen, welches mir Patschbella auf meine Frage nach mehr Büchern im Stil von Caitlin Morans "How To Be a Woman" empfohlen hatte.
Mindy Kaling hat für die amerikanische Version von The Office geschrieben und Regie geführt, und nach der Lektüre ihres Buchs spiele ich mit dem Gedanken, der Serie doch eine Chance zu geben. Ich hatte mich 2004 – zusammen mit meinem damaligen Freund, der der britischen (Pop-)Kultur erschreckenderweise schon immer näher stand als ich und jetzt folgerichtig in Oxford lebt – so sehr in das britische Original und Ricky Gervais verliebt, dass Steve Carell und auch Stromberg nie eine faire Chance hatten.
Apropos Stromberg, ich glaube, Bernd sähe folgendes Thema anders, aber hier ist Mindys Meinung zum Thema Frauen und witzig sein, und eine meiner liebsten Passagen aus ihrem Buch:
Why didn't you talk about whether women are funny or not?
I just felt that by commenting on that in any real way, it would be tacit approval of it as a legitimate debate, which it isn't. It would be the same as addressing the issue of "Should dogs and cats be able to care for children? They're in the house anyway." I try not to make it a habit to seriously discuss nonsensical hot-button issue.

Montag, 21. Mai 2012

2012 - Woche 20

. Vor Donnerstag erinnere ich mich an nichts erwähnenswertes. Wochentags sieht es bei mir derzeit immer gleich aus: Bis ca. 20 Uhr arbeiten, kurz einkaufen, essen, Mad Men gucken, Gin Tonic trinken, schlafen. (Mich ärgern, dass das bei Mad Men immer glamouröser aussieht.)


. Am Donnerstag ist Christi Himmelfahrt und ich fahre spontan (!) mit zwei Freundinnen aus Bonn in den Duisburger Zoo. Ich war tatsächlich nie bewusst im Zoo - nur einmal als kleines Kind im Kölner Zoo - und flippe völlig aus. Ich hätte gerne einen Delphin. Weil ich den Mann, der Zoos boykottiert, am Feiertag bei bestem Wetter alleine zu Hause sitzen lasse, kaufe ich ihm als Wiedergutmachung bei Starbucks im Duisburger Hauptbahnhof den City Mug München.

 

. Finale Dahoam. Der Mann und ich nehmen das wörtlich und fahren nach Bonn, ich fahre zwei Stunden später und werde von einer laut und schief singenden Pfadfindergruppe im RE gequält. Ich habe Hunger und Durst und werde zunehmend aggressiver. Zum Glück holt mein Bruder mich in Bonn am Bahnhof ab. <3
Ich bin kaum zu Hause, da werde ich von Mama zum Korrekturlesen einer deutschen Übersetzung an ihren Laptop gesetzt und zum Arbeiten verdonnert.


. Wie immer ein fast pefekter Tag bei der Schwiegerfamilie. Viel Essen, viel Alkohol, trinkfreudige Eifelaner, ich kann keinen Obstbrand trinken, Champions League Finale, nichts was ich nur in einem Satz dazu sagen könnte. Nach dem Spiel wird der Ruf nach mehr Alkohol laut, höchst antizyklisch wird die Sektflasche geöffnet. Es ist einer dieser Abende, an dem man sämtliche Alkoholvorräte des Hauses aus irgendwelchen Kommoden und Schränken kramt. Eiswein, anyone? Nachts auf der Straße auf dem Rücken in der Einfahrt liegen und denken: Das passt, dass hier heute nicht ein Stern am Himmel ist.

Dienstag, 1. Mai 2012

2012 - Woche 16 und 17

Ganze fünfzehn Wochen habe ich es geschafft regelmäßig meinen Wochenrückblick zu posten. Aber wie jedes meiner Langzeit-Internetprojekte musste es irgendwann unter die Räder kommen. Hier der verspätete Versuch meine letzten zwei Wochen zu rekonstruieren.


 
IGeL = Individuelle Gesundheitsleistungen. Witzig, der Herr Dr. Dr. Roth!

. A Serious Man. 4/5.

. Wir haben eine neue Wohnung! Zum 01.06. ziehen wir nach Düsseltal. Innerhalb von drei Tagen finden wir einen Nachmieter für unsere alte Wohnung, weitere zwei Tage später unterschreibt er den Mietvertrag. Es ist mir ein wenig unheimlich wie glatt alles läuft.


. Das Magische Dreieck macht Köln unsicher. Das Magische Dreieck besteht aus zwei meiner ältesten Bonner Schulfreunde und mir, und Samstag Nacht in einer Pommesbude auf der Friesenstraße treffen wir Richard David Precht und machen ein gemeinsames Photo von unseren Schuhen.


Von links nach rechts: Ich, Felix, Richard David Precht (aka "Der jüngste 47-jährige der Welt").

. Letztes Bundesliga-Heimspiel der Saison. Wir gewinnen 1:0 gegen Hannover 96 und verabschieden Michael Ballack und René Adler. Ich kämpfe mit den Tränen, it's the end of an era und das ist nicht übertrieben. Im bayer04blog habe ich etwas ausführlicher darüber geschrieben.

Freitag, 9. März 2012

2012 - Woche 9

. Nach der Oscar-Verleihung um 6 Uhr morgens ins Bett gegangen. Ich fühle mich an die MTV Video Music Awards vor vielen vielen Jahren erinnert, als es noch kein Youtube gab und man seine Stars sonst nur in den immer gleichen Musikvideos sehen konnte. Für die VMAs hab' ich mir zu Oberstufen-Zeiten die Nächte um die Ohren geschlagen.
. Sassis schöne Zusammenfassung unserer Oscar-Nacht gibt's hier.
. Um 13 Uhr aufgestanden, mit Anna und Sassi verquatscht, schnell zum Wiener Westbahnhof gefahren, hibbelnd, mit Blick auf die Uhr, und nach kurzem Abschied (ich hasse Abschiede) 10 Stunden zurück nach Düsseldorf gefahren.
. The Secret Life of the American Teenager angefangen. Fassungslosigkeit. Meinen die das ernst? Erzkonservatives, amerikanisches Aufklärungsprojekt, kein Sex vor der Ehe Propaganda im Gewand einer unschuldigen Highschool Serie. Absolut faszinierend. Ich bin süchtig.


. Ein freier Dienstag zu Hause, Besuch von den Lieblingsmädchen Laura und Lotte.
. Viel arbeiten, wenig photographieren. Auch für Serien keine Zeit und abends keine rechte Lust mehr, passenderweise sind viele ohnehin gerade on hiatus. Überfordert fühlen und ängstlich sein. Keine gute Woche für mich.
. Bayer 04 Leverkusen - FC Bayern München im Stadion. Der Mann kommt mit, wir freuen uns beide sehr. Was wir nicht wissen: Er wird es später noch bitter bereuen. Für mich dagegen ist der Nachmittag die beste Ablenkung nach der anstrengenden Arbeitswoche, die ich mir hätte wünschen können. Im bayer04blog hab' ich ein bisschen was zum Spiel geschrieben.
. A History of Violence. Kann mich nicht entscheiden, ob 3,5/5 oder 4/5.
. Goodfellas. 5/5.
. Selbstgemachte Burger.
. Sonntag Abend mit Angst vor dem anstehenden Flug Düsseldorf - London - Dortmund ins Bett gehen.

Freitag, 2. März 2012

Vienna 2012, Teil 2

Aufhänger meiner Wien-Reise war tatsächlich nicht Sightseeing (was ich aber unbedingt bald nachholen muss), sondern Sassis alljährliche Oscar-Party, bei der ich dieses Jahr endlich auch einmal mit dabei sein wollte. Mit einem "Ich komm' vorbei!" fing alles an, Google Maps und Zugverbindungen wurden erst danach gecheckt, aber versprochen ist versprochen, und Wien ist schließlich immer eine Reise wert.
Leider hatte ich dieses Jahr noch weniger nominierte Filme gesehen als sonst, sodass mir die Tippabgabe extrem schwer fiel. Am Schluss hatte ich nur mickrige 5 von 24 Kategorien richtig und mein Euro Wetteinsatz ging an unsere Gastgeberin, die darüberhinaus auch noch das Oscar-Bingo gewann.


Anna hat Mississippi Mud Cupcakes (allerdings ohne Pecannüsse) gebacken, passend zum nominierten Film The Help. ("Die Fanny hat's nicht verstanden." Ich gestehe, ich musste es mir erklären lassen, weil ich The Help nicht gesehen hatte. Jetzt versteh' ich's und würde gerne den Film sehen.)


Den Rest unserer gemeinsamen Zeit in Wien haben wir damit verbracht Bier zu trinken oder uns vom Bier trinken zu erholen. Samstag Abend waren wir im Café Malipop, mit dem Foursquare Mayor der Kneipe himself. ("Gerade erst geworden!", entschuldigte er sich.) Seit 25 Jahren gibt es das Malipop bereits und es wird seit jeher von einer etwas verrückten älteren Dame (die hoffentlich kein Internet hat und/oder nicht nach ihrer Kneipe googelt) betrieben, die uns direkt beim reinkommen maßregelte und den ganzen Abend nicht damit aufhörte. Ich war fasziniert von ihr, und ihren langen, extrem glatten Haaren mit dem glatten, gerade Pony. "Könnte der Hühnerstall bitte ein bisschen leiser sein, man hört die Musik nicht!" war mein Lieblingsspruch des Abends. Die Musik legt sie übrigens selbst auf und zwar nur Vinyl. Top!
Im 3. Bezirk, Ungargasse 10 - meine Empfehlung!


In Wien am Graben/Ecke Spiegelgasse gibt es außerdem den schönsten H&M der Welt. Meine Freundin Rieke, der Internetwelt besser bekannt als Frieda Elaine, hat kürzlich den schönsten Mango der Welt besucht, der befindet sich im Leipziger Hauptbahnhof. In Wien befindet sich der schönste H&M der Welt, mit Kronleuchter und knarzender Holztreppe und einem wunderschönen alten Aufzug. Der Besuch dort lohnt sich auch, wenn man (wie ich) bei H&M eher nicht (mehr) einkauft.


Sonntag, 29. Januar 2012

2012 - Woche 4

. Kundentermin in Neckarsulm mit Zwischenstopp in Stuttgart. Ein Erfolgserlebnis und Lob von Google. Zugfahren bei strahlendem Sonnenschein ist immer wieder herrlich, wie auch die Rückkehr ins Rheinland, auch wenn man nur wenige Stunden weg war.



. Kool Savas Konzert in der Turbinenhalle in Oberhausen. Eine Location genau wie ich sie mag, und generell viel Ruhrpottliebe an dem Abend. Das Konzert war super, Kool Savas hat's auch nach 15 Jahren noch drauf (und ist einfach so ein sympathischer Typ!), und ich stelle mal wieder fest, dass mein musikalisches Zuhause Hip Hop ist und bleibt, egal wie viele andere Künstler und Musikrichtungen ich höre und liebe.
. Alcatraz S01 E01. Ich kann nicht aufhören, alles mit Lost zu vergleichen, bin aber nach einer Folge geködert und werde dranbleiben.


. Eine liebe Ex-Kollegin feiert ihren 30. Geburtstag. Wir gehen zur Eisparty im Kölner Lentpark (für "Jugendliche und junge Erwachsene von 14 bis 20 Jahre") und es macht so viel Spaß inmitten der ganzen balzenden Teenies. Ein bisschen zu viel Ai Se Eu Te Pego, aber als die Kiddies alle die Choreo dazu auf dem Eis tanzten, ging mir ein bisschen das Herz auf, weil's so niedlich war. (Manchmal wär' ich auch gern wieder 16.)

Sonntag, 22. Januar 2012

2012 - Woche 3


. Eine recht ereignisarme Woche. Ich habe Düsseldorf nicht verlassen. Es ist aber auch sehr schön hier.
. Ich entdecke Up All Night für mich (Christina Applegate + Will Arnett = <3!) und finde die 6,5 von IMDb nicht gerechtfertigt. 
. Grooveshark ist in Deutschland nicht mehr erreichbar. Ich finde das sehr traurig und steige wieder auf Last.fm um, so richtig begeistert bin ich davon aber nicht.
. Die Dilated Peoples Karten sind in der Post, und einer meiner alten Bonner Schulfreunde beschließt, mit zum Konzert zu kommen, worüber ich mich sehr freue. Leider hat der Brudi keine Zeit wegen Klausuren.


. Megaupload is no more. Ich habe keine so rechte Meinung dazu, finde aber das Vermögen von Kim Schmitz ziemlich beachtlich. In der Tagesschau sehe ich, wie das FBI einen rosa Cadillac von "Kim Dotcom"s Grundstück abschleppt - eine absurde Szene.
. Ich höre Cro rauf und runter; frage mich, warum er eine Maske trägt (so 2004!), und wundere mich, dass er erst 19 ist (falls das stimmt).


. Ende der Woche beschließe ich, dass mir der neue Mittelscheitel (siehe oben) doch nicht gefällt und trage wieder meinen alten Seitenscheitel. Samstag Abend töne ich mir die Haare und es wird bei Twitter unverhältnismäßig thematisiert.
. Die Bundesliga geht wieder los! Die Rückrunde beginnt mit einer 3:1 Niederlage der Bayern in Gladbach, der Freitagabend endet daher mit einem grantigen Mann. Es regnet das ganze Wochenende durch und ich habe keine besondere Lust auf unser Spiel gegen Mainz, zu tief sitzt noch der Stachel der erbärmlichen letzten Hinrundenspiele. Da ich aber 2:0 für uns getippt habe, werde ich demnächst mal aufbrechen Richtung Bayarena. Ich werde berichten.

Sonntag, 15. Januar 2012

2012 - Woche 2

. Midnight in Paris. Owen Wilson kann offenbar auch seriös und Rachel McAdams ersetzt Scarlett Johansson ganz vortrefflich als die typische Allen'sche blonde, ignorante, egozentrische Ami-Bitch. Marion Cotillard ist bezaubernd.

Photo via Sundance Channel

. Eine Arbeits-Email am Montag Abend, die mich die ganze Woche beschäftigt, gedanklich.
. Ich buche meine Zugtickets für Wien, 24.-27. Februar, und freue mich unbändig auf den Besuch bei Sassi mit Anna.
. Vorverkaufsstart für Bayer04-Clubmitglieder für das Champions League Heimspiel gegen Barcelona am 14. Februar. 50 Anrufe und 500x F5 später habe ich trotzdem keine Tickets. Ein Hoch auf meine Dauerkarte Modell 2 mit der ich glücklicherweise ohnehin zu allen Heimspielen gehen kann.


. Karten für das Dilated Peoples Konzert am 07. Februar in Köln gekauft! DILATED PEOPLES! EVIDENCE!
. Das Dschungelcamp geht los. Eindrücke nach dem ersten Abend: Ich mag Brigitte Nielsen. Micaela, Rocco und Daniel Lopes hasse ich jetzt schon.
. Ein nahezu perfektes Konzert am Samstag Abend mit toller Begleitung. Prinz Pi im Zakk, und es ist alles, was ich mir erhofft habe und noch mehr. Highlights: "Laura", bei dem ich am Schluss die Tränen nicht mehr zurückhalten konnte, und "Eifer & Sucht", das mich auf dem Album nie so überzeugt hat, aber das Pi gestern so eindringlich vorgetragen hat, dass es mir vollkommen unter die Haut ging.
So viel Adrenalin! Düsseldorf zu Hause Gefühl. Glücklich einschlafen.

Photo via @michelb

Sonntag, 8. Januar 2012

2012 - Woche 1

. Unsere Agentur firmiert seit dem 01.01. unter neuem Namen, der für allgemeine Erheiterung und jede Menge Witze sorgt.
. Tweet Kick Schäl Sick (#tkss) im brauhaus ohne namen in Köln mit Special Guest aus München.


. Ein Abend in Düsseldorf mit besagtem Münchner Special Guest Stadtneurotikr. Alt und Salmiakki im Kreuzherreneck. Knoblauch mit ein bisschen Pizza in der kleinen Eckpizzeria. U-Bahn fahren und U-Bahn Gespräche. Ein toller Abend, der mir sicherlich als eines der Highlights 2012 in Erinnerung bleiben wird.


. Beginn des großen O.C. Staffel 2 Rewatch. Selten so eine lieblose DVD-Gestaltung bezüglich Menü, Extras, usw. gesehen.
. Looping Louie mit Himbeergeist, Wodka-Kirsch und Weißwein. Altstadt, Anaconda und Brauerei Kürzer. Der Kellner verschüttet einen halben Liter Weizen (den wir noch nicht mal bestellt hatten, how's that for irony?) und durchnässt mich von Kopf bis Fuß, und bietet mir als Entschädigung einen(!) Sambuca an. Betrunkene Gespräche mit dem Taxifahrer, der mir erzählt, wie die Düsseldorfer Altstadt sich zum negativen verändert.


. Samstag in Essen. Besuch bei Primark und trotz ethisch/moralischer Bedenken zwei Strumpfhosen, ein paar Overknee-Socken und ein Halstuch kaufen. Limbecker Platz. Der Mann kauft das Fuckin' ReDirkules #41 Shirt und ich bin neidisch.



. Pan's Labyrinth und ich freue mich darüber, wieviele spanische Wörter und komplette Sätze ich richtig raushöre, wenn die deutschen Untertitel eingeblendet sind.
. Durch die Nacht mit Casper und Lena Meyer-Landrut.
. Gehört: The Black Keys, "Hallo Musik" von Prinz Pi, "Somebody That I Used To Know" von Gotye.

Freitag, 23. September 2011

e4: the inbetweeners


heute möchte ich euch eine tv serie ans herz legen, die in deutschland völlig zu unrecht (noch) fast vollkommen unbekannt ist: the inbetweeners des britischen tv senders e4. es gibt leider nur drei staffeln (2008-2010), ein kinofilm ist im august dieses jahres angelaufen, den habe ich allerdings noch nicht gesehen.
wer die serie mal antesten möchte, sollte allerdings gewarnt sein. es geht um vier (spät-)pubertierende britische jungs, die den ganzen tag nur über sex reden (aber natürlich kaum welchen haben). und wie man's von den briten kennt, bleiben einem keine details erspart. alles ist sehr derbe und sehr explizit - aber eben auch sehr witty und unfassbar komisch. die vier hauptdarsteller spielen wirklich allesamt großartig, besonders joe thomas als simon cooper hat es mir angetan. in den wär' ich als 14-jährige garantiert verknallt gewesen.
der protagonist ist aber eigentlich will mckenzie, ein "posh twat", der von seiner privatschule auf die typische englische gesamtschule wechseln muss, dort aber aufgrund seines andersartigen dialekts und seiner aktentasche ("briefcase wanker") enorme startschwierigkeiten hat. wills trockene art sämtliche beleidigungen seiner mitschüler mit einem perfekt getimten & intonierten "oh, brilliant!" zu beantworten, amüsiert mich jedes mal auf's neue. wills vorherrschender gemütszustand ist frustration ob der unbeholfenheit seiner drei freunde, und seine verbalen ausbrüche sind immer wieder ein absolutes highlight dieser serie.
wenn man eine gewisse affinität zu englischen serien oder england generell hat, sollte man sich the inbetweeners nicht entgehen lassen, und sich auch nicht davon abschrecken lassen, dass hier vier 16- bis 18-jährige schüler im mittelpunkt stehen. besonders bemerkenswert finde ich zudem, dass die serie nach staffel 1 nicht, wie bei den meisten serien, nachlässt, sondern ihre qualität konstant beibehält, um sich zum ende der dritten (und letzten) staffel nochmal zu steigern.

über diesen link geht's zum offiziellen video von e4, in dem wir die ersten knapp zwei minuten von season 1 episode 1 sehen: wills erster schultag. (e4 erlaubt anscheinend kein einbetten von youtube-videos, sorry.)

Donnerstag, 22. September 2011

we're going to hell, so bring your sunblock

ich hab' entourage geliebt. am anfang, vor ein paar jahren. aber irgendwo zwischen staffel 4 und 6 haben wir uns auseinander gelebt. jetzt sind acht staffeln rum, die serie vorbei, und ich ein bisschen erleichtert.
entourage zu empfehlen, fand' ich immer schwierig, denn wenn man anfängt zu erzählen, merkt man selbst, wie scheiße sich das anhört. isses aber nicht. anke gröner hat das so ausgedrückt:
Denn während sich andere Dramen mit Weltpolitik befassen oder große Beziehungskisten erklären, beschäftigen sich die Kerle in Entourage eben lieber mit Mädels, kiffen oder Drehbücher querlesen. Hört sich erstmal nach nix an, macht aber nach drei Folgen extrem süchtig. Absolute Empfehlung.
isabella brachte mich vor 2 tagen erstmalig darauf, dass das ganze ein bisschen frauenfeindlich sein könnte. ich muss gestehen, dass ich darüber - im zusammenhang mit dieser serie - noch nie nachgedacht hatte. vielleicht weil das hier a given ist? zum einen, weil entourage für mich sehr eng mit der hiphop- und r'n'b-szene verknüpft ist, der man ja auch nachsagt, sehr frauenfeindlich zu sein. zum anderen sind die protagonisten von entourage nun mal ausschließlich männer (vince, e, drama, turtle), der wichtigste nebendarsteller (ari) hat eine ehefrau, deren vorname acht staffeln lang nicht bekannt ist & die bis zum series finale nur "mrs. ari" heißt. (was wiederum sehr stark an sex and the city & mr. big erinnert, der dem zuschauer auch erst im series finale als john vorgestellt wurde. auch 'ne hbo serie.)
bevor ich weiter abschweife: ein durchaus valider punkt von isabella, und ich werde mit meinen anderen serien diesbezüglich auch nochmal ins gericht gehen.
entourage sollte man aber ohnehin nicht zu sehr sezieren. jede kritik, die ich bisher über die serie gehört oder gelesen habe, ist berechtigt. vincent chase, genannt vince, oder vinnie, beispielsweise, ist der flachste charakter der gesamten serie, was deshalb so fatal ist, weil er gleichzeitig die hauptfigur der serie ist. er ist der (aufstrebende) hollywood filmstar aus brooklyn und die anderen drei jungs seine entourage. hence the name. (erinnert wiederum ein bisschen an how i met your mother, wo hauptfigur ted im vergleich zu lily, marshall, robin und barney wohl auch der uninteressanteste charakter ist.)
entourage hat aber auch nicht den anspruch eine hochwertige, tiefgründige (look what i did there!) serie zu sein. entourage hat den anspruch zu unterhalten. und das hat die serie auch vorzüglich getan - zu beginn. ab staffel 4 circa - der hälfte also - ließ die serie in sachen unterhaltung kontinuierlich nach. der plot wurde immer dünner, die geschichten immer absurder, neu eingeführte charaktere zu tode nervig (ashley!). das series finale war schlichtweg hanebüchen. es wäre genial gewesen, wenn es als satire oder karikatur der serie insgesamt intendiert gewesen wäre, aber das bezweifel' ich. allein, weil jeremy piven so enthusiastisch darüber twitterte.
entourage jumped the shark zu einem ungewöhnlich frühen zeitpunkt (sogar früher als lost mit ihrem time travelling bullshit), und dennoch bin ich bis zum schluss dran geblieben. von daher trotz aller kritik meine empfehlung. und wenn es nur wegen ari ist.

bild von hier

Donnerstag, 17. Februar 2011

nachtrag: monica lierhaus & die goldene kamera

stefan niggemeier hat zum auftritt von monica lierhaus bei der goldenen kamera auch einen - wie gewohnt lesenswerten - blog-eintrag verfasst. eine passage daraus fasst besonders schön - und ungleich eloquenter - zusammen, was ich versucht habe in meinem eintrag vom 06. februar auszudrücken:

"Und doch stellt sich bei aller Sympathie ein merkwürdiges, irrationales und etwas unfaires Gefühl ein: Die Erkennbarkeit einer Inszenierung, die Offenkundigkeit eines Deals mit Springer, die Berechnung, die hinter all dem steht, lässt den Zuschauer und Leser zu einem Teil des Plans werden, ebenso wie übrigens das Publikum im Saal. Das Erzwingen des Schweigens vorher wirkt im Nachhinein so nicht als Grundrecht, sondern fast als dramaturgischer Kniff, um den Überraschungseffekt beim Wiederauftritt auf der Bühne noch größer werden zu lassen.
Das ist kein gutes Gefühl."

Sonntag, 6. Februar 2011

monica lierhaus & die goldene kamera

monica lierhaus ist zurück. oder so lese ich zumindest überall. ich persönlich bin - immer noch - extrem zwiegespalten was ihren auftritt bei der goldenen kamera gestern angeht.
ich hab die verleihung der goldenen kamera nicht geguckt, sondern erst über twitter mitbekommen, dass monica lierhaus das erste mal nach über zwei jahren wieder im fernsehen zu sehen ist. alle schrieben wie gerührt sie seien und wie bewegend der auftritt war. als ich mir dann selbst das video angeguckt hab, war ich überrascht festzustellen, dass es mich kein bisschen gerührt hat. ich war eher geschockt davon, wie sehr sie noch immer von ihrer krankheit gezeichnet ist (von der ich wiederum - wie die meisten wohl - gar keine ahnung hab, um welche es sich überhaupt handelt).
ich heule ja wirklich bei jedem scheiß, aber gestern hatte ich noch nicht mal einen kloß im hals. stattdessen frage ich mich einfach, ob das wirklich notwendig war. und kurios finde ich das auch. über zwei jahre wurde ihr zustand fast komplett unter verschluss gehalten & dann tritt sie quasi ohne vorwarnung bei der verleihung der goldenen kamera auf. das passt irgendwie nicht zusammen.
und der heiratsantrag am schluss hat dem ganzen die krone aufgesetzt. das will ich weder nachmittags bei den rtl hartz IV familien noch von einer tollen frau wie monica lierhaus sehen. das ist - imho - absolute privatsache & auch einfach viel zu schön, um es mit einem so riesigen publikum zu teilen.
ich fand monica lierhaus immer absolut toll & freue mich riesig nach so langer zeit mal wieder was von ihr gehört & gesehen zu haben, aber irgendwie bleibt ein merkwürdiges gefühl zurück. als hätte ich bei etwas zugeschaut, was nicht für meine augen & ohren bestimmt war.
ich wünsche monica lierhaus einfach, dass sie wieder ganz gesund werden & ein normales leben führen kann. ob vor oder hinter der kamera.