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Montag, 17. Juni 2013

Woche 24


. Was mache ich eigentlich die ganze verdammte Woche außer Arbeiten? Es kann doch nicht sein, dass ich hier jeden Montag sitze und mich an nichts erinnere, das vor dem Wochenende passiert ist? Außer Arbeitsdinge, die für Euch aber eher uninteressant sind.

. Am Samstag war ich beim Friseur und habe mir meine (blonden) Wimpern und Augenbrauen färben lassen. Aus Selbstschutz sozusagen. Ich habe so starken Heuschnupfen, an dem in erster Linie meine Augen zu leiden haben, und mit dunklen Wimpern und Augenbrauen spare ich mir nun das morgendliche Schminken und – viel wichtiger noch – das abendliche Abschminken.


. Ich habe mir eine neue Brille ausgesucht, die ich hoffentlich diese Woche abholen kann.

. Meine Eltern sind derzeit in Schottland. Am Wochenende haben sie dort den Bruder meines Vaters besucht – die beiden hatten sich unglaubliche 24 Jahre nicht gesehen. Mama: "This is a visiting holiday. People are more important than places."

. Gesehen:
Silver Linings. Bradley Cooper war für mich immer der Typ aus Hangover, und Jennifer Lawrence das Mädel aus The Hunger Games, aber in Silver Linings habe ich mich in die beiden verliebt.
Arbitrage. Es ist wie Mark Kermode sagt, der Film ist gut und sehenswert, weil Richard Gere gut und sehenswert ist. (Die Rezension lohnt sich; Kermode ist ein richtiger Gere-Fanboy, das ist sehr süß anzuhören.)
Oh Boy. Deutscher Schwarzweißfilm mit Tom Schilling, tolle Bilder von Berlin.
Twin Peaks, Staffel 1. Kyle MacLachlan ist großartig. (Und genauso kaffeeverrückt wie ich.)


Dienstag, 1. Mai 2012

2012 - Woche 16 und 17

Ganze fünfzehn Wochen habe ich es geschafft regelmäßig meinen Wochenrückblick zu posten. Aber wie jedes meiner Langzeit-Internetprojekte musste es irgendwann unter die Räder kommen. Hier der verspätete Versuch meine letzten zwei Wochen zu rekonstruieren.


 
IGeL = Individuelle Gesundheitsleistungen. Witzig, der Herr Dr. Dr. Roth!

. A Serious Man. 4/5.

. Wir haben eine neue Wohnung! Zum 01.06. ziehen wir nach Düsseltal. Innerhalb von drei Tagen finden wir einen Nachmieter für unsere alte Wohnung, weitere zwei Tage später unterschreibt er den Mietvertrag. Es ist mir ein wenig unheimlich wie glatt alles läuft.


. Das Magische Dreieck macht Köln unsicher. Das Magische Dreieck besteht aus zwei meiner ältesten Bonner Schulfreunde und mir, und Samstag Nacht in einer Pommesbude auf der Friesenstraße treffen wir Richard David Precht und machen ein gemeinsames Photo von unseren Schuhen.


Von links nach rechts: Ich, Felix, Richard David Precht (aka "Der jüngste 47-jährige der Welt").

. Letztes Bundesliga-Heimspiel der Saison. Wir gewinnen 1:0 gegen Hannover 96 und verabschieden Michael Ballack und René Adler. Ich kämpfe mit den Tränen, it's the end of an era und das ist nicht übertrieben. Im bayer04blog habe ich etwas ausführlicher darüber geschrieben.

Freitag, 23. September 2011

e4: the inbetweeners


heute möchte ich euch eine tv serie ans herz legen, die in deutschland völlig zu unrecht (noch) fast vollkommen unbekannt ist: the inbetweeners des britischen tv senders e4. es gibt leider nur drei staffeln (2008-2010), ein kinofilm ist im august dieses jahres angelaufen, den habe ich allerdings noch nicht gesehen.
wer die serie mal antesten möchte, sollte allerdings gewarnt sein. es geht um vier (spät-)pubertierende britische jungs, die den ganzen tag nur über sex reden (aber natürlich kaum welchen haben). und wie man's von den briten kennt, bleiben einem keine details erspart. alles ist sehr derbe und sehr explizit - aber eben auch sehr witty und unfassbar komisch. die vier hauptdarsteller spielen wirklich allesamt großartig, besonders joe thomas als simon cooper hat es mir angetan. in den wär' ich als 14-jährige garantiert verknallt gewesen.
der protagonist ist aber eigentlich will mckenzie, ein "posh twat", der von seiner privatschule auf die typische englische gesamtschule wechseln muss, dort aber aufgrund seines andersartigen dialekts und seiner aktentasche ("briefcase wanker") enorme startschwierigkeiten hat. wills trockene art sämtliche beleidigungen seiner mitschüler mit einem perfekt getimten & intonierten "oh, brilliant!" zu beantworten, amüsiert mich jedes mal auf's neue. wills vorherrschender gemütszustand ist frustration ob der unbeholfenheit seiner drei freunde, und seine verbalen ausbrüche sind immer wieder ein absolutes highlight dieser serie.
wenn man eine gewisse affinität zu englischen serien oder england generell hat, sollte man sich the inbetweeners nicht entgehen lassen, und sich auch nicht davon abschrecken lassen, dass hier vier 16- bis 18-jährige schüler im mittelpunkt stehen. besonders bemerkenswert finde ich zudem, dass die serie nach staffel 1 nicht, wie bei den meisten serien, nachlässt, sondern ihre qualität konstant beibehält, um sich zum ende der dritten (und letzten) staffel nochmal zu steigern.

über diesen link geht's zum offiziellen video von e4, in dem wir die ersten knapp zwei minuten von season 1 episode 1 sehen: wills erster schultag. (e4 erlaubt anscheinend kein einbetten von youtube-videos, sorry.)

Donnerstag, 22. September 2011

we're going to hell, so bring your sunblock

ich hab' entourage geliebt. am anfang, vor ein paar jahren. aber irgendwo zwischen staffel 4 und 6 haben wir uns auseinander gelebt. jetzt sind acht staffeln rum, die serie vorbei, und ich ein bisschen erleichtert.
entourage zu empfehlen, fand' ich immer schwierig, denn wenn man anfängt zu erzählen, merkt man selbst, wie scheiße sich das anhört. isses aber nicht. anke gröner hat das so ausgedrückt:
Denn während sich andere Dramen mit Weltpolitik befassen oder große Beziehungskisten erklären, beschäftigen sich die Kerle in Entourage eben lieber mit Mädels, kiffen oder Drehbücher querlesen. Hört sich erstmal nach nix an, macht aber nach drei Folgen extrem süchtig. Absolute Empfehlung.
isabella brachte mich vor 2 tagen erstmalig darauf, dass das ganze ein bisschen frauenfeindlich sein könnte. ich muss gestehen, dass ich darüber - im zusammenhang mit dieser serie - noch nie nachgedacht hatte. vielleicht weil das hier a given ist? zum einen, weil entourage für mich sehr eng mit der hiphop- und r'n'b-szene verknüpft ist, der man ja auch nachsagt, sehr frauenfeindlich zu sein. zum anderen sind die protagonisten von entourage nun mal ausschließlich männer (vince, e, drama, turtle), der wichtigste nebendarsteller (ari) hat eine ehefrau, deren vorname acht staffeln lang nicht bekannt ist & die bis zum series finale nur "mrs. ari" heißt. (was wiederum sehr stark an sex and the city & mr. big erinnert, der dem zuschauer auch erst im series finale als john vorgestellt wurde. auch 'ne hbo serie.)
bevor ich weiter abschweife: ein durchaus valider punkt von isabella, und ich werde mit meinen anderen serien diesbezüglich auch nochmal ins gericht gehen.
entourage sollte man aber ohnehin nicht zu sehr sezieren. jede kritik, die ich bisher über die serie gehört oder gelesen habe, ist berechtigt. vincent chase, genannt vince, oder vinnie, beispielsweise, ist der flachste charakter der gesamten serie, was deshalb so fatal ist, weil er gleichzeitig die hauptfigur der serie ist. er ist der (aufstrebende) hollywood filmstar aus brooklyn und die anderen drei jungs seine entourage. hence the name. (erinnert wiederum ein bisschen an how i met your mother, wo hauptfigur ted im vergleich zu lily, marshall, robin und barney wohl auch der uninteressanteste charakter ist.)
entourage hat aber auch nicht den anspruch eine hochwertige, tiefgründige (look what i did there!) serie zu sein. entourage hat den anspruch zu unterhalten. und das hat die serie auch vorzüglich getan - zu beginn. ab staffel 4 circa - der hälfte also - ließ die serie in sachen unterhaltung kontinuierlich nach. der plot wurde immer dünner, die geschichten immer absurder, neu eingeführte charaktere zu tode nervig (ashley!). das series finale war schlichtweg hanebüchen. es wäre genial gewesen, wenn es als satire oder karikatur der serie insgesamt intendiert gewesen wäre, aber das bezweifel' ich. allein, weil jeremy piven so enthusiastisch darüber twitterte.
entourage jumped the shark zu einem ungewöhnlich frühen zeitpunkt (sogar früher als lost mit ihrem time travelling bullshit), und dennoch bin ich bis zum schluss dran geblieben. von daher trotz aller kritik meine empfehlung. und wenn es nur wegen ari ist.

bild von hier