unterseiten

Posts mit dem Label bayer 04 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label bayer 04 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 5. Juni 2013

Stefan Kießlings "Erfolgsrezepte" – VERLOSUNG

Der in Düsseldorf ansässige Droste-Verlag war so freundlich mir ein Exemplar von Stefan Kießlings Kochbuch "Erfolgsrezepte" zur Verfügung zu stellen, das ich gerne unter Euch Lesern und/oder Bayer 04-Fans verlosen möchte!


Der berühmte Fanta-Kuchen hat ja bereits in diversen sozialen Netzwerken die Runde gemacht; in Kießlings Kochbuch gibt es die passende Anekdote dazu. Schwester Julia kommt zu Wort (und Bild) und erzählt, dass ihr Bruder sich jedes Mal, wenn er zu Besuch kommt, diesen Kuchen wünscht. (Ob es zu Geburtstag/Hochzeitstag/usw. im Hause Kießling statt Champagner Fanta zum Anstoßen gibt?)


Nein, Spezi gibt's!


Neben Kießlings Schwester lernt man in "Erfolgsrezepte" auch seine Eltern und seine besten Freunde kennen. Rudi Völler, Rüdiger Vollborn, und Martin Bader, Sportdirektor des 1. FC Nürnberg und "Wegbereiter" von Stefan Kießling, haben ebenfalls Gastauftritte in Kießlings Kochbuch.



Was Ihr tun müsst, um Stefan Kießlings "Erfolgsrezepte" zu gewinnen:
Schreibt mir in einem kurzen Kommentar zu diesem Post, welches Gericht auf jeden Fall dabei sein müsste, wenn Ihr Euer eigenes Kochbuch zusammenstellen dürfet. Wer lieber Fußball guckt/spielt als kocht, darf mir alternativ verraten, welches entscheidende/schöne/kuriose Tor der Vergangenheit er/sie am liebsten selbst geschossen hätte.
Kommentare bitte bis nächsten Mittwoch, 12.06.2013. Ich ziehe dann am Donnerstag, 13.06., den/die Gewinner/in.
Viel Glück!

Donnerstag, 30. Mai 2013

Zwangsumbenennung der Leverkusener Nordkurve in "Bollwerk"

Gestern wollte ich herausfinden, ob die Umbauarbeiten für unseren neuen Stehplatzbereich, der schon zu Beginn der neuen Saison fertiggestellt sein soll, bereits begonnen haben. Dafür besuchte ich bayer04.de, jedoch nur mit wenig Hoffnung, dort eine Antwort auf meine Frage zu finden; liest man auf der offiziellen Vereinsseite doch vorrangig glattgebügelte PR-Texte anstelle informativer – und vorallem kritischer – Auseinandersetzung mit aktuellen Themen.
Ich stieß auf die Tageskarteninformationen und die unterschiedlichen Töpfe für die neue Saison, nach denen sich die Ticketpreise bemessen. Meines Erachtens ein absolutes Unding, diese Töpfe, grundsätzlich schon, und in der willkürlichen Zuteilung der Vereine erst recht.


Borussia Mönchengladbach in Topf A, aufgrund eines vermeintlichen "Rheinderbys", das in Realität doch kaum Bedeutung hat. Auf der einen Seite warnen DFL und Politiker nur allzu gerne vor den Gefahren eines Stadionbesuchs (unvergessen Sandra Maischbergers Bezeichnung der Ultras als "Taliban des Fußball"), während auf der anderen Seite die Vereine selbst künstlich Brisanz in eine harmlose Begegnung wie Bayer 04 Leverkusen gegen Borussia Mönchengladbach bringen. (Zu bringen versuchen?) Zumal in Leverkusen. Nirgendwo wirkt ein Polizeipferd so deplatziert wie auf den stets nur sehr überschaubar mit Fans gesäumten Fußwegen im Leverkusener Stadtpark.
Aber ich schweife ab. Während ich mich noch fragte, womit der SC Freiburg es verdient hat, als immerhin Europa League-Teilnehmer in der kommenden Saison nur in Topf C zu landen, bemerkte ich etwas noch schlimmeres: Der neue Fanbereich "BOLLWERK". Wat? Wann ist das denn passiert? Warum weiß ich nichts davon?

Wenige Stunden später stellte sich heraus, dass es nicht nur mir so ging. Niemand wusste davon, und niemand wurde in diese Entscheidung mit einbezogen. Ich zitiere nachfolgend, quasi vollumfänglich, den gestern verschickten Newsletter der Nordkurve 12 zur Umbenennung der Nordkurve (Hervorhebungen von mir). In voller Länge im Blog der Nordkurve 12 nachzulesen.
Informationen zum Ticketverkauf für die Saison 2013/2014 sind seit heute dem 28.05.13 auf der Homepage von Bayer 04 veröffentlicht. Dort wird nun auch ein neuer Name aufgeführt: "Bollwerk".

Seitens unserer Vereinsführung wurde vorab die Gruppe Ultras Leverkusen über das Interesse informiert, unserer Nordkurve einen neuen Namen zu geben. Damit wurde auch deutlich gemacht, dass man die Initiatoren der Aktion mit in die Namensvergabe einbinden wollte. Nach einiger Überlegung und Diskussion kam man relativ schnell überein, dass eine solche Umbenennung nicht tragbar und völlig unnötig ist. Der Name „Nordkurve“ ist ein gewachsener Begriff, mit dem sich jeder aktive Fan, der sich bewusst für diesen Platz im Stadion entscheidet, absolut identifiziert. Der Bereich im C , D & E Bereich Nordkurve Leverkusen wird seit jeher nicht anders genannt und hat seine eigene Tradition. Mit einem Namenswechsel nimmt man nicht nur die Identifikation, sondern reisst wieder eine Kluft des Unverständnisses zwischen Vereinsführung und Fans, die sich im Laufe der abgelaufenen Saison doch so positiv entwickelt hat.

Die Frage, die sich uns nun stellt, warum wird eine Gruppe in eine Entscheidungsfindung eingebunden, um die geschlossene Meinung dieser Gruppe dann doch zu ignorieren. Diese Umbenennung zieht Konsequenzen mit sich, die sowohl die UL als auch wir als NK12 nicht mittragen werden.
In Leverkusen wurde schon viel zu häufig der Fehler begangen mit alten Traditionen zu brechen oder diese nicht genügend zu leben. Anscheinend hat man aus eben diesen Fehlern nicht gelernt und versucht nun wieder einen Namen aufzudiktieren und etwas zu ersetzen, was über Jahre aus der Masse der Fans gewachsen ist.

Es sind hierzu von Vereinsseite keine weiteren Gespräche mit der aktiven Fanszene geplant. Wir rufen von daher auf aktiv zu werden!!
Schreibt Mails an die Fanbetreuung (fanbetreuung@bayer04.de) und Herrn Holzhäuser persönlich (wolfgang.holzhaeuser@bayer04.de), führt mit sachlicher (!) und konstruktiver (!) Kritik auf, warum ihr diese Entscheidung nicht akzeptieren könnt. Schreibt Briefe und nutzt Fanforen. Die Vereinsführung soll wissen, wie schwer uns eine Namensänderung trifft, wie sehr uns die Identifikation genommen wird.
Wir können etwas bewegen!
Ich liebe diesen Verein, aber ich werde nie verstehen, wie es immer wieder zu diesen Fehlentscheidungen kommen kann. Die Außendarstellung der Vereinsführung ist oft genug nicht weniger als katastrophal. Unser an unser Traditionsproblem gekoppeltes Imageproblem wird quasi aktiv aufrecht erhalten, indem tatsächlich natürlich Gewachsenes, wie unsere Nordkurve und ihr Name, durch künstlich Geschaffenes ersetzt wird. Und dann auch noch Bollwerk. Dass unsere Kurve kein Bollwerk ist, ist leider allzu bekannt. Die Erweiterung des Stehplatzbereichs war, ist, ein erster Schritt auf dem langen Weg in Richtung einer lebendigen, ernstzunehmenden Fan-Kurve. Aber nicht mit dem Namen.

EDIT (30.05.2013, 18:50 Uhr):
Und das war's auch schon mit dem Bollwerk! Der Name wurde wieder verworfen, unsere Kurve bleibt die Nordkurve. Hier Auszüge aus dem heutigen Statement der NK12:
Nun erfuhren wir voller Freude, dass seitens der Geschäftsführung ein Einlenken signalisiert und der Name “Bollwerk” somit ad acta gelegt wurde. Die Nordkurve bleibt NORDKURVE!
Mit dazu beigetragen haben nicht zuletzt eure konstruktiven Mails, die seit gestern im Postkorb unseres Geschäftsführers gelandet sind, wofür wir euch noch einmal herzlich danken möchten. Aber auch weitere interne Gespräche und auch die Überzeugungskraft der Fanbetreuung spielten hierbei eine tragende Rolle.

Wir sehen das kurzfristige Einlenken von Herrn Holzhäuser als Zeichen und Ergebnis des gut funktionierenden Dialogs zwischen Fans und Verein und der gewachsenen Vertrauensbasis, die man vor allem in den vergangenen Monaten noch weiter intensiviert hat. Wir danken dem Verein für die schnelle Einsicht, die zeigt, dass wir hier in Leverkusen nicht so ohne weiteres übergangen werden und unsere Belange Gehör finden.

Bleibt nur die Frage, warum man solche Belange, mit doch weitreichenden Folgen, nicht zuerst intern abklärt, und dann – falls dann überhaupt noch erforderlich – kommuniziert? Die letzten 24 Stunden waren wieder mal typisch Leverkusen. Aber mit sehr erfreulichem Ausgang.

Mittwoch, 19. September 2012

2012 - Woche 37

. Vorletzte Woche habe ich schändlicherweise mein Treffen mit der lieben Rieke (die im Internet unter Frieda bekannt ist, für mich aber immer Rieke bleiben wird) vergessen. Ich befürchte gerade, dass mir das diese Woche erneut passiert; ich erinnere mich nämlich schon wieder an nichts, was ich zwischen Montag und Freitag gemacht habe, außer Arbeiten natürlich. (Aber seit dieser Woche strukturieren Europapokal-Spiele glücklicherweise wieder meinen Alltag.)


. Samstag bin ich nach Bonn gefahren, um mit meinen Eltern Fußball zu schauen und meinen Geburtstag nachzufeiern. Mama hat mir einen Schokokuchen gebacken und Papa hat gekocht. Meine Eltern haben mir ein Kindle (mit dieser pinken Lederhülle, die in Wirklichkeit noch viel schöner und pinker ist) und eine Etagere geschenkt. Ich hatte einen ganz wundervollen Nachmittag – die 90 Minuten zwischen 15:30 und 17:15 Uhr lasse ich mal dezent unter den Tisch fallen.


. Ich habe tatsächlich angefangen 50 Shades of Grey zu lesen. Aber nur weil mein Bruder mir das auf mein neues Kindle gepackt hat und es einfach da war. Es ist genauso schlecht wie vermutet. Aber jetzt bin ich hooked und muss es zu Ende lesen. Es ist so herrlich absurd, dass der Protagonist Multi-Milliardär (!) ist – und 26! Er ist voll der harte S/M-Typ und dann gehen er und die Trulla erstmal zusammen baden. Und wie der Zufall es so will, arbeitet sie in einem Baumarkt (!), sodass er da praktischerweise günstig Kabelbinder und Seil – natürlich bei ihr, denn sie hat zufällig gerade Schicht – einkaufen kann.
. Der Herbst steht vor der Tür.

Dienstag, 4. September 2012

2012 - Woche 35

. Mein Onkel und meine 15-jährige Cousine sind zu Besuch in Deutschland; meine Cousine verbringt ein Wochenende bei mir in Düsseldorf. "It feels as if we were the same age." Ist das jetzt gut oder schlecht für mich?
. Ein Freund aus Kanada ist zu Besuch in Deutschland. Wir lernten uns kennen, als er 18 und ich 13 war, und sehen uns inzwischen alle paar Jahre einmal. Am vergangenen Montag verbrachten wir knapp zwei Stunden miteinander und es war wie immer. ♥


. Standortübergreifendes Agentur-Sommerfest am Donnerstag. Ich habe keine Geduld mit schlechten DJs. Bin vielleicht aber auch Bonn-geschädigt, wo es nur eine CD gibt, die in allen "Clubs" läuft.
. Stattdessen gehört: James Blake - The Wilhelm Scream. The xx - Coexist. Black Atlass EP. (Daniel knows best.)
. Ziemlich verballert und leicht verkatert fahren wir Freitag nach der Arbeit zu Ikea. Ich habe Angst um den alten Corsa, den wir uns von einem Freund leihen, aber hauptsächlich um mein Leben (besagtem Freund ist mitten auf der Autobahn mal der Peugeot ausgegangen). Ich leide bei Ikea ("Kann es sein, dass einem die Augen rausfallen?"), freue mich aber umso mehr, als ich all die schönen neuen Dinge in unserer Wohnung sehe.


. Leverkusen bestreitet gegen den SC Freiburg sein erstes Bundesliga-Heimspiel der neuen Saison; ich bin im Stadion und schreibe im bayer04blog darüber.
. Fisch essen im besten Fisch-Restaurant der Stadt. El Pescador - Pflicht für jeden Düsseldorfer! Ein wunderbarer Samstag Abend mit gutem Essen, viel Wein, zu viel Schnaps und tollen Menschen. Nachts zu Fuß nach Hause laufen, glücklich sein.


. Der Mann backt Sweet Potatoe and Marshmellow Pie und kocht trotz Kater. (Das erste Bier ist aber zu meinem anfänglichen Erschrecken auch relativ schnell wieder geöffnet. Abends trinke ich dann selbst wieder Wein.)
. The Hangover, zum ersten Mal. Nicht so lustig wie ich dachte.
. Weniger Wahnsinn im Büro als noch vor ein paar Monaten. Ein bisschen mehr Ruhe und Zeit tut gut und ich hoffe, dass es ein wenig anhält.

Donnerstag, 16. August 2012

Bundesliga-Fragebogen 2012/13

Via Pleitegeiger. Weitere Stöckchen bei Anke Gröner und Patschbella.


Dein Verein heißt:
Bayer 04. SVB. Vizekusen. Ich wäre dem geschätzten FC Bayern sehr dankbar, wenn sie uns den Triple-Vize-Titel nicht auch noch wegnähmen.

Wie lautet das offizielle Saisonziel, sofern es bekannt ist?
Nachdem letzte Saison der Meistertitel das offizielle Saisonziel war (und ich habe dieses neue Selbstbewusstsein damals sehr begrüßt) und wir ja alle wissen, was daraus geworden ist, möchte ich diese Saison lieber nicht vorab über Saisonziele sprechen. Wobei standardmäßig das Ziel immer "mindestens Europa League" lautet. Europa League ey...

Wie lautet DEIN Saisonziel für deinen Verein oder deine Vereine?
Mein Saisonziel ist jede Saison das Gleiche. Für mich ist es vollkommen normal als Fan das Maximum zu wollen oder es sich zumindest zu wünschen. Solange es rechnerisch möglich ist, glaube ich an die Meisterschaft, und wenn wir Champions League spielen, hoffe ich bis zuletzt, dass wir sie gewinnen. Wofür tu ich mir das denn sonst an?

Welchen Spieler hätte deine Mannschaft in der Pause lieber nicht abgegeben?
Eren Derdiyok! Ich war immer großer Fan und hab' nie verstanden, warum er so wenig Einsatzzeit bekommen hat. Verständlich, dass er dann wechselt. Und so schlimm ich das finde, ich glaube, Hoffenheim ist mit seinen Neuzugängen echt ganz gut aufgestellt. Ich hoffe für Derdiyok, dass er einen Stammplatz kriegt und viele Tore schießt.

Welchen Spieler hätte deine Mannschaft besser verkaufen sollen?
Simone!

Wen hätte deine Mannschaft diese Saison lieber NICHT gekauft?
Och, ich bin eigentlich ganz zufrieden mit den Neuzugängen.

Wer von den neuen Spielern wird deiner Mannschaft am besten helfen?
Ich bin sehr gespannt auf Daniel Carvajal und Philipp Wollscheid.

Wie wirst du in dieser Saison deine Mannschaft unterstützen?
Wie gehabt mit Dauerkarte im C-Block. Auswärts ebenfalls wie gehabt eher seltener. Es muss ja noch ein wenig Zeit bleiben, um mit dem Mann das ein oder andere Bayern-Spiel auf der Couch zu schauen.

Wie findest du das neue Trikot Deiner Mannschaft?
Ist mir ziemlich equal, muss ich sagen. (Ich mag ja das Bayern-Auswärtstrikot sehr.)

Welcher Stürmer wird die Torjägerkanone holen?
Also Kießling wahrscheinlich nicht. Mandzukic vielleicht? Nee, es wird wohl wieder einer der drei – Huntelaar, Gomez oder Lewandowski. Ich hätte ja Helmes gesagt, wenn er sich nicht verletzt hätte.

Welcher Trainer wird als erstes gefeuert?
Ich weiß es nicht. Es gibt derzeit tatsächlich niemanden, der mir hier sofort in den Sinn kommt. Norbert Meier wird wohl in 100 Jahren nicht gefeuert, auch wenn ich mir recht sicher bin, dass die Fortuna direkt wieder absteigt.

Welche Mannschaft wird das erste Tor der Saison schießen?
Das ist schon eindeutiger. Die Tigerenten wohl, ne.

Welche Mannschaften SOLLTEN absteigen?
Ach. Ist mir auch equal. Solange wir es nicht sind. Sobald die Saison losgeht, werde ich auch eine Meinung dazu haben, aber gerade hab' ich keine Antwort auf diese Frage.

Welche Mannschaft wird Meister?
Dreimal in Folge trau' ich den Dortmundern nicht zu. Ich denk' mal, die Bayern.

Wenn du nicht im Stadion bist, wo wirst du die Spiele sehen?
Zu Hause im Wohnzimmer vor dem Fernseher mit dem Mann.

Wie sehr vermisst du die Bundesliga auf einer Skala von 1 bis 10 – wobei bei 1 so ziemlich keine Träne nach der Bundesliga verdrückt wird und 10 quasi bedeutet, dass du ernste Entzugserscheinungen hast?
Ich bin dieses Jahr erneut extrem gefrustet in die Sommerpause gegangen und habe mich in der Zeit auch fast gar nicht mit der Bundesliga beschäftigt. Ich weiß auch so, wie ich mich fühlen werde, wenn ich nach drei Monaten Wochen das erste Mal wieder im Block stehe, den Rasen rieche, die Hymne höre. Die ganzen bekannten Gesichter wiedersehe, zum wiederholten Mal den Korn ablehne, auch wenn er "total mild!" ist, im Stadtparkkiosk bei dem Verkäufer, der seit Jahren die gleichen Witze macht, Bier kaufe – Was war nochmal die Frage? 5.

Wird es eine spannende Saison für Deine Mannschaft?
Ich hoffe es! Und eine erfolgreichere als letztes Jahr.

Freitag, 18. Mai 2012

Passt schon! – Sicherheit im Stadion

Bei der aktuellen Diskussion um das "Skandal-Spiel von Düsseldorf" (ohne Worte) fällt mir ein Begriff immer wieder besonders auf. Todesangst. Die Hertha-Spieler wollten nach dem vorzeitigen Platzsturm der Fortuna-Fans nicht zurück auf's Spielfeld, weil sie "Todesangst" hatten. Ich wage das zu bezweifeln. Und gerade weil es mir vorgeschoben erscheint, finde ich es noch erschreckender, wie leichtfertig ein solches Wort verwendet wird.
Als ich im Dezember 2011 in Bochum beim DFB-Pokalspiel gegen Bayern München im Bochumer Gästeblock stand – da hatte ich Angst. Aber das hatte nichts mit den Fans zu tun, die waren nicht gewaltbereit. Im Gegenteil, die waren sehr charmant. (Vorallem nachdem ich im Gedränge meinen Freund verloren hatte und fast das gesamte Spiel allein verbrachte.) Beängstigend fand ich an diesem Abend die Organisation im Stadion und der Ordner. Als wir um 18:45 Uhr, 15 Minuten vor Anpfiff, am Eingang des Gästeblocks ankamen, war ein Reinkommen nicht mehr möglich. Die einzige Treppe, die in den Block führt, war komplett überfüllt. Menschen, die auf der Treppe schon weit genug oben waren, zogen sich am seitlichen Geländer der Reihen hoch in den Block – Bilder, die mich, ohne zu übertreiben, an die Loveparade in Duisburg erinnerten.
Dass der Bochumer Gästeblock winzig klein und notorisch überfüllt ist, ist bekannt. Dass gerade das für viele seinen Charme ausmacht, auch. Als ich das letzte Mal mit Leverkusen beim Bundesliga-Auswärtsspiel in Bochum war, war es eng, aber nicht zu eng, nicht beängstigend eng. Das würde schon passen (literally), dachte ich mir, aber ich hatte die Bayern-Fans unterschätzt. Beim Pokalspiel der Bayern in Bochum wurde mir vor Augen geführt, wie klein unsere Fanszene in Leverkusen doch ist.
Das Schockierendste an diesem Abend war für mich, dass die Ordner kapituliert und nach eigener Aussage eines Ordners mit dem ich mich vor dem Block unterhalten habe, das Innere des Gästeblocks verlassen haben. Der gesamte Block war also sich selbst überlassen ohne einen einzigen Ordner. Wieviel so ein Ordner im Ernstfall im Block auszurichten vermag ist sicherlich fragwürdig, aber die Tatsache, dass da niemand mehr war, um auch nur den Schein von Sicherheit zu wahren, fand ich sehr erschreckend. Die Karten wurden auch schon längst nicht mehr kontrolliert, aber bei nur zwei Ordnern vor dem Block angesichts der hereindrängenden Menschen auch quasi unmöglich. Was auch der Grund für die Überfüllung war – Bayern-Fans mit Karten für benachbarte Blöcke konnten unkontrolliert in den Gästeblock umziehen. Natürlich ist auch dieses Reinholen Usus in jedem Stadion, in Leverkusen genauso, aber in Bochum war es meiner Meinung nach an dem Punkt, wo einem der gesunde Menschenverstand davon abraten sollte. Aber auch hier frage ich mich, ob ich aufgrund Leverkusener Umstände vielleicht einfach nur verweichlicht bin?

Als ich am ergangenen Dienstag die Bilder aus der Esprit-Arena im Fernsehen sah (das Stadion und vorallem die Altstadt habe ich bewusst gemieden), hab ich mich vor allem eins gefragt: Wie haben es die Berliner geschafft so viel Pyro ins Stadion zu schmuggeln? Und warum sind die Ordner nicht in der Lage einen frühzeitigen Platzsturm der Düsseldorfer zu verhindern?
Ich bin wahrlich kein Gegner von Pyrotechnik, aber Bengalos sind nicht zum Werfen gedacht und wer das macht ist dumm und gefährdet andere. Nur glaube ich – leider –, dass es schwieriger ist junge Fans von der Pyro-Faszination loszubekommen, als die Stadionsicherheit so zu verschärfen, dass die mit dem Kram einfach nicht mehr reinkommen. Aber wie kann dann sowas wie am Dienstag passieren? Ich kann hier nur von Leverkusen sprechen, aber habe den Eindruck, dass es überall ähnlich ist: die Anforderungen, die an einen Ordner gestellt werden sind gering bis nicht vorhanden. Es wird scheiße bezahlt, man muss drei Stunden vor Spielbeginn da sein, es ist mega langweilig – wer will es einem Ordner verübeln, dass da Verantwortung und Pflichtgefühl dem Job und den Zuschauern und Fans gegenüber zu wünschen übrig lassen. Gerade, wenn doch in 9 von 10 Fällen nichts passiert. Aber auch die körperliche und gesundheitliche Verfassung (soweit man das von seinem Platz im Stadion beurteilen kann) einiger Ordner ist mitunter erschreckend und man fragt sich, wie so ein Einschreiten der Ordner im Ernstfall aussehen soll.
Nur ist man beim Ruf nach höheren Qualitätsstandards bei der Stadionsicherheit schnell bei der üblichen Frage. Wer soll das bezahlen? Wenn ich für'n Zehner meinen Steher im Stadion sicher hab, kann ich nicht auch noch Sicherheit erwarten.

Die Düsseldorfer werden nicht müde zu betonen, dass der Platzsturm beim Relegationsspiel ein friedlicher war, und das glaube ich auch. Bloß weiß man sowas vorher nicht, man sieht es den Fans nicht an, ob sie friedlich oder gewaltbereit sind ("Ein Familienvater und einer, der nicht aussah wie ein Familienvater"). Und bei einem möglichen 2:3 der Berliner in der Nachspielzeit hätte die Stimmung bei den bereits an der Seitenlinie versammelten Fortuna-Fans auch schnell kippen können. Wie bereits beim Einsatz von Pyrotechnik angesprochen halte ich es für aussichtlos bei den Fans anzusetzen zielführender bei den Stadien und Sicherheitsdiensten anzusetzen, auch wenn die Fans die Kosten dafür tragen müssen. Ich zahle gerne ein paar Euro mehr, um meine Sicherheit in die Hände von Menschen zu geben, die darauf auch Bock haben und sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Und wenn mein kleiner Bruder die erhöhten Ticketpreise nicht bezahlen kann, dann helfe ich ihm halt aus. Um ihn mache ich mir nämlich auch immer Sorgen, wenn er ohne mich in den Stadien dieser Welt unterwegs ist.

Dienstag, 1. Mai 2012

2012 - Woche 16 und 17

Ganze fünfzehn Wochen habe ich es geschafft regelmäßig meinen Wochenrückblick zu posten. Aber wie jedes meiner Langzeit-Internetprojekte musste es irgendwann unter die Räder kommen. Hier der verspätete Versuch meine letzten zwei Wochen zu rekonstruieren.


 
IGeL = Individuelle Gesundheitsleistungen. Witzig, der Herr Dr. Dr. Roth!

. A Serious Man. 4/5.

. Wir haben eine neue Wohnung! Zum 01.06. ziehen wir nach Düsseltal. Innerhalb von drei Tagen finden wir einen Nachmieter für unsere alte Wohnung, weitere zwei Tage später unterschreibt er den Mietvertrag. Es ist mir ein wenig unheimlich wie glatt alles läuft.


. Das Magische Dreieck macht Köln unsicher. Das Magische Dreieck besteht aus zwei meiner ältesten Bonner Schulfreunde und mir, und Samstag Nacht in einer Pommesbude auf der Friesenstraße treffen wir Richard David Precht und machen ein gemeinsames Photo von unseren Schuhen.


Von links nach rechts: Ich, Felix, Richard David Precht (aka "Der jüngste 47-jährige der Welt").

. Letztes Bundesliga-Heimspiel der Saison. Wir gewinnen 1:0 gegen Hannover 96 und verabschieden Michael Ballack und René Adler. Ich kämpfe mit den Tränen, it's the end of an era und das ist nicht übertrieben. Im bayer04blog habe ich etwas ausführlicher darüber geschrieben.

Montag, 2. April 2012

2012 - Woche 13

. Viel und lange arbeiten.
. Champions League: FC Bayern München - Olympique Marseille 2:0. Mir wird inzwischen wortlos der Bayern-Schal zugeworfen vor dem Spiel. Rod Fanni spielt für Marseille und die häufige Nennung seines Namens irritiert mich extrem, da ich es nicht gewohnt bin, dass mal jemand so heißt wie ich.


. Mein Teamleiter feiert seinen Abschied nach fünfeinhalb Jahren in der Agentur. Ein trauriger Anlass, aber ein toller Abend. Am nächsten Tag, Freitag, geht es für alle leicht angeschlagen zum Kart fahren. Teambuilding. Aufgrund einer starken Verspannung im Nacken traue ich mich nicht selbst zu fahren.
. Beinahe verpasse ich das Spiel des Jahres! Borussia Dortmund - VfB Stuttgart 4:4. What what?

 

. Die erste Wohnungsbesichtigung und ein Vermieter, der mir beinahe das Herz bricht, so niedlich ist er. Er ist ein bisschen verliebt in uns, wir aber leider nicht in die Wohnung.
. Im Stadion: Bayer 04 Leverkusen - SC Freiburg. Noch nie zuvor hab' ich gesagt, dass eine Mannschaft "gegen den Trainer" spielt (zu sehr Fußball-Boulevard), aber am Samstag sehe ich genau das. Noch während des Spiels lege ich mich fest, dass Dutt am Sonntag um 11 Uhr weg ist. Die Berichterstattung zum Thema meide ich, aber Hattrick veröffentlicht im bayer04blog einen sehr treffenden Artikel: Lieber die Nutella auf dem Brot als einen Pokal in der Vitrine.


. Endlich lerne ich die Arbeitskollegen des Mannes kennen, wir sind auf einem 30. Geburtstag in der Börse in Wuppertal eingeladen. Ein schöner Abend, der Hauptbahnhof ein shithole sondergleichen, eine nächtliche S-Bahnfahrt. Müde und zufrieden um 4 Uhr ins Bett.
. Sonntag viel zu früh wieder verabredet. Asia Brunch im Mongo's im Düsseldorfer Hafen mit Freunden. Das erste Mal ein Foursquare-Special erhalten und einlösen und "Kalte Muschi" trinken, gegen die ich mich aufgrund des albernen Namens bislang immer gewehrt hatte. Leider sind die Gesprächsthemen nicht alle unbeschwert, aber der Nachmittag dennoch, oder erst recht, voller Herzlichkeit und Wärme.

Sonntag, 18. März 2012

2012 - Woche 11

. Berlin! Erschreckenderweise zum ersten Mal überhaupt in 27 Jahren. Anlass war ein geschäftlicher Termin und so ging es morgens hin und nach dem Meeting direkt wieder zurück. Im Vorbeifahren aus dem Taxi heraus gesehen: Reichstag, Fernsehturm, Sony Center, Holocaust-Denkmal, Friedrichstraße. Jetzt bin ich endgültig angefixt und entschlossener denn je in diesem Jahr Berlin endlich einen richtigen Besuch abzustatten.

. Photos gibt's diese Woche leider nur aus der Photokiste, selbst in Berlin keine Gelegenheit zum Photographieren gehabt.


Heimatort und -verein meiner Eltern und Großeltern. Photo von meinem letzten Besuch im Juli 2011.

Nick Hornby kommt ebenfalls aus Maidenhead, er erwähnt diese Tea Bar in "Fever Pitch".

. Dienstag Abend verbringe ich bei Freunden, die kein Sky haben. Aber die liebe M. wird 33 und so fällt es mir nicht schwer auf das Champions League-Spiel der Bayern gegen Basel zu verzichten, zumal ich mich bei solchen Torfestivals lieber nicht mit dem Mann im selben Raum aufhalte. (Die Lautstärke! Ich erschrecke mich jedes Mal wieder fast zu Tode.)
. Zwei Tage Frühling! <3 Freitag endlich mal wieder pünktlich Feierabend machen, Pizza, Bier und Sonnenuntergang am Rheinufer, startende Flugzeuge auf der anderen Rheinseite beobachten, Eis essen und durch die volle Altstadt spazieren.

Straßenbahndepot Am Steinberg, Düsseldorf.

Botanischer Garten der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf.


. The Walking Dead. Nach sporadischem Mitschauen der zweiten Staffel nun von Beginn an. Ein ganz starker Pilot, auch wenn der Cop für mich stets der Typ sein wird, der in Love Actually in Keira Knightley verliebt war.
. Bayer 04 Leverkusen - Borussia Mönchengladbach 1:2. Ein Heimspiel ohne mich – nach zwei Wochen Erkältung habe ich mir vorgenommen dieses Wochenende gesund zu werden. Zum Spiel fällt mir nix mehr ein, zur ganzen Saison nicht. Und trotzdem freu' ich mich schon auf die Auswärts..fahrt (die paar Kilometer) nach Gelsenkirchen nächsten Samstag.
. Ein homophober Banner auf der Dortmunder Südtribüne, der außer bei Twitter nirgends so recht thematisiert wird. Die Stellungnahme der Aktion Libero dazu: Distanziert Euch!

Sonntag, 11. März 2012

2012 - Woche 10

. Geschäftlich nach London. Lufthansa Flug Düsseldorf - Heathrow, Picadilly Line Heathrow - King's Cross (wie gerne wäre ich am Trafalgar Square oder am Hyde Park ausgestiegen, um den Tag in lovely London zu verbringen, sigh), Zugfahrt St. Pancras - London Luton Airport, Meeting, easyJet Flug Luton - Dortmund, Mietwagen Dortmund - Düsseldorf. What a day! Mein persönliches Highlight war die Ankunft des AC Milan am Flughafen in Luton, die wir leider erst bemerkt haben, als die Mannschaft schon im Bus saß. Drei Schaulustige waren gekommen, einer davon mit Fernglas. Ich hätte gerne Kevin-Prince Boateng gesehen. Offensichtliches Highlight war die Tatsache, dass ich mit Flugangst zwei Flüge an einem Tag hinter mich gebracht hab, zum ersten Mal überhaupt.


. Arsenal gelingt im Champions League-Rückspiel gegen Milan beinahe das Wunder. Eine absolut großartige erste Halbzeit der Londoner.
- Leverkusen gelingt im Champions League-Rückspiel in Barcelona überraschenderweise.. kein Wunder. Eine 7:1-Klatsche, die ich auch vier Tage später nicht richtig in Worte fassen kann. Holzhäuser soll sich mal schön einen auf unsere Champions League-Würdigkeit trinken, ich stoße dann auf seinen Realitätsverlust an.
. Die liebe Anna schickt mir ein kleines Überraschungspaket mit einem Glas Marillenmarmelade, das ich in Wien versäumt habe zu kaufen. <3


. Seit der London-Reise bin ich erkältet, habe aber zu viel Arbeit, um nicht ins Büro zu gehen. Das Wochenende nutze ich um mich zu erholen. Unsere Samstag Abend Verabredung in Essen mit L. & Th. muss ich deshalb leider absagen.
. Bayer 04 Leverkusen - VfL Wolfsburg 2:3. Fußballwoche zum Vergessen.
. Sonntagsbesuch aus Bonn vom Schwager* und seiner Freundin. Selbstgemachte Pasta, die beim ersten Versuch tatsächlich sofort gelingt, und Bœuf Stroganoff. Ich bin immer noch angeschlagen von meiner Erkältung, hasse es, anderen beim Bier trinken zuzusehen, genieße den Nachmittag aber sehr. <3
*Ich verwende diesen Begriff, ebenso wie "Schwiegervater", um umständliche und doofklingende Konstrukte wie "der Bruder des Mannes" zu vermeiden. Faktisch korekt ist es nicht.

Aus der Photokiste: Botanische Gärten Bonn, April 2010.

Freitag, 9. März 2012

2012 - Woche 9

. Nach der Oscar-Verleihung um 6 Uhr morgens ins Bett gegangen. Ich fühle mich an die MTV Video Music Awards vor vielen vielen Jahren erinnert, als es noch kein Youtube gab und man seine Stars sonst nur in den immer gleichen Musikvideos sehen konnte. Für die VMAs hab' ich mir zu Oberstufen-Zeiten die Nächte um die Ohren geschlagen.
. Sassis schöne Zusammenfassung unserer Oscar-Nacht gibt's hier.
. Um 13 Uhr aufgestanden, mit Anna und Sassi verquatscht, schnell zum Wiener Westbahnhof gefahren, hibbelnd, mit Blick auf die Uhr, und nach kurzem Abschied (ich hasse Abschiede) 10 Stunden zurück nach Düsseldorf gefahren.
. The Secret Life of the American Teenager angefangen. Fassungslosigkeit. Meinen die das ernst? Erzkonservatives, amerikanisches Aufklärungsprojekt, kein Sex vor der Ehe Propaganda im Gewand einer unschuldigen Highschool Serie. Absolut faszinierend. Ich bin süchtig.


. Ein freier Dienstag zu Hause, Besuch von den Lieblingsmädchen Laura und Lotte.
. Viel arbeiten, wenig photographieren. Auch für Serien keine Zeit und abends keine rechte Lust mehr, passenderweise sind viele ohnehin gerade on hiatus. Überfordert fühlen und ängstlich sein. Keine gute Woche für mich.
. Bayer 04 Leverkusen - FC Bayern München im Stadion. Der Mann kommt mit, wir freuen uns beide sehr. Was wir nicht wissen: Er wird es später noch bitter bereuen. Für mich dagegen ist der Nachmittag die beste Ablenkung nach der anstrengenden Arbeitswoche, die ich mir hätte wünschen können. Im bayer04blog hab' ich ein bisschen was zum Spiel geschrieben.
. A History of Violence. Kann mich nicht entscheiden, ob 3,5/5 oder 4/5.
. Goodfellas. 5/5.
. Selbstgemachte Burger.
. Sonntag Abend mit Angst vor dem anstehenden Flug Düsseldorf - London - Dortmund ins Bett gehen.

Samstag, 18. Februar 2012

Wie beim ersten Mal

Eine Halbzeit ausnahmsweise auf der Haupttribüne zu verbringen, ist ein bisschen wie zum ersten Mal im Stadion sein.
Ich erinnere mich nicht mehr an die Details meines ersten Stadionbesuchs, dafür folgten zu kurz darauf zu viele weitere – ich glaube, ich war nach meinem ersten Spiel bei jedem weiterem Heimspiel der Saison. Aber an das Grundgefühl erinnere ich mich noch sehr gut.


Der Geruch des feuchten Rasens, das dumpfe Geräusch, wenn ein Spieler gegen den Ball tritt – diese Dinge habe ich heute wieder, wie zum ersten Mal, wahrgenommen. Im C-Block, unserer kleinen Stehkurve in der Ecke, riecht man den Rasen nicht und hört nicht den Ball.
Stefan Kießling läuft viel schneller als ich vom C-Block und von vor dem Fernseher aus den Eindruck gewonnen hatte, und vorallem viel kompakter und kontrollierter. Man erfasst wie groß das Spielfeld tatsächlich ist, und ich konnte mir ungefähr vorstellen, wieviel Kraft es kosten muss, ständig von der einen Seite zur anderen und wieder zurück zu rennen, wie beispielsweise der Augsburger Lorenzo Davids es vor uns getan hat. (Der dann auch in der 61. Minute ausgewechselt wurde.)
Ich verspürte heute tatsächlich mitunter kindliche Freude unsere Spieler aus der Nähe zu sehen. Es wurde schon mehrfach geschrieben, aber es ist toll zu sehen wie sich beispielsweise Lars Benders Körpersprache auf dem Platz entwickelt hat, und es ist toll, das aus der Nähe zu sehen. (Lars Bender for Captain!)


Der C-Block ist mein Zuhause. Aber als beim 1:1 ein "Robin, mach's doch wie Wulff und tritt zurück"-Spruchband ausgerollt wurde, war ich froh in F zu sitzen. Ich identifiziere mich mit vielen Elementen unserer aktiven Fanszene, aber mit genauso vielen nicht. Ein bisschen Abstand ist da von Zeit zu Zeit ganz wohltuend.

Sonntag, 12. Februar 2012

2012 - Woche 6

. Der Tag des Dilated Peoples Konzerts ist gekommen und beginnt mit einem Retweet meines Tweets von Mr. Evidence himself, I'm in Fangirl Heaven. Nach dem Konzert nicht mehr so, als Evidence twittert, dass es his worst show in 3 years war. Wir klären das via Twitter, ich bin wieder in Fangirl Heaven (#muchlove) und gehe glücklich ins Bett.

 

. Ein freier Tag mitten in der Woche ist herrlich; ich mache meine Steuererklärung für 2008.
.  Die Aussicht auf einen neuen Kunden und einen Termin in London im März. Viel (Vor-)Freude, aber auch viel Flugangst, aber da muss ich jetzt durch, wa?

 

. WG-Party in Bonn, ganz viel Liebe, Maracuja-Korn und Jelly Shots. Freundschaften, denen räumliche und zeitliche Entfernung nichts anhaben kann.
. Mama und Papa wiedersehen. Papas neues Atelier anschauen.


 

. Borussia Dortmund - Bayer 04 Leverkusen 1:0, hmpf.
. Endlich hab' ich wieder ein Fahrrad in Düsseldorf!

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel

I know the board went about things in a pretty underhand way, but something had to be done. That Arsenal team – full of cliques and overpaid, over-the-hill stars – would never be bad enough to go down, but never good enough to win anything, and the stasis made you want to scream with frustration.
Nick Hornby über Arsenal 1986. Oder Leverkusen 2012.
Fever Pitch ist meine Bibel. Es ist schön, sich so verstanden zu fühlen.

Sonntag, 5. Februar 2012

2012 - Woche 5

. Sushi, Miso Suppe und Gyoza im japanischen Viertel. Ich könnte das wirklich jeden Tag essen. Mittags und abends.


. Nachdem ich schon regelrecht genervt davon war, dass jeder so von diesem Film schwärmt, waren wir am Dienstag dann auch endlich mal – zu viert in sehr netter Runde – im Kino und haben uns Ziemlich beste Freunde angesehen. Er lohnt sich wirklich, auch wenn er mehr Komödie und weniger Drama ist, als ich dachte.

 

. Bayer 04 Leverkusen - VfB Stuttgart. Treffen mit #tkss-Gründer Hirngabel und choleric Stuttgart fan Jens1893, der gar nicht cholerisch ist. Ein 2:2, das sich aufgrund des späten Stuttgarter Ausgleichs wie eine Niederlage anfühlt. Verletzungen von Bender und Sam, und Derdiyok, der wenige Tage zuvor beim Zähneputzen (???) in eine Glasscherbe tritt (???).
. Ich finde beim anderthalb Jahre aufgeschobenen Sortieren meiner Unterlagen endlich die Lohnsteuerbescheinigung für 2009. Somit steht meiner 2009er  Steuererklärung nichts mehr im Weg, worüber ich mich ernsthaft freue.

 

. Besuch von meiner liebsten C., meiner Schwester, die ich nie hatte ("sister from another mother" ist albern und reimt sich außerdem nicht), die inzwischen in Hamburg lebt. Winterspaziergang am Rhein bei traumhaftem Wetter, Tee, Kaffee, auf dem Sofa fläzen, und stundenlang reden. Mein Herz <3

Sonntag, 22. Januar 2012

2012 - Woche 3


. Eine recht ereignisarme Woche. Ich habe Düsseldorf nicht verlassen. Es ist aber auch sehr schön hier.
. Ich entdecke Up All Night für mich (Christina Applegate + Will Arnett = <3!) und finde die 6,5 von IMDb nicht gerechtfertigt. 
. Grooveshark ist in Deutschland nicht mehr erreichbar. Ich finde das sehr traurig und steige wieder auf Last.fm um, so richtig begeistert bin ich davon aber nicht.
. Die Dilated Peoples Karten sind in der Post, und einer meiner alten Bonner Schulfreunde beschließt, mit zum Konzert zu kommen, worüber ich mich sehr freue. Leider hat der Brudi keine Zeit wegen Klausuren.


. Megaupload is no more. Ich habe keine so rechte Meinung dazu, finde aber das Vermögen von Kim Schmitz ziemlich beachtlich. In der Tagesschau sehe ich, wie das FBI einen rosa Cadillac von "Kim Dotcom"s Grundstück abschleppt - eine absurde Szene.
. Ich höre Cro rauf und runter; frage mich, warum er eine Maske trägt (so 2004!), und wundere mich, dass er erst 19 ist (falls das stimmt).


. Ende der Woche beschließe ich, dass mir der neue Mittelscheitel (siehe oben) doch nicht gefällt und trage wieder meinen alten Seitenscheitel. Samstag Abend töne ich mir die Haare und es wird bei Twitter unverhältnismäßig thematisiert.
. Die Bundesliga geht wieder los! Die Rückrunde beginnt mit einer 3:1 Niederlage der Bayern in Gladbach, der Freitagabend endet daher mit einem grantigen Mann. Es regnet das ganze Wochenende durch und ich habe keine besondere Lust auf unser Spiel gegen Mainz, zu tief sitzt noch der Stachel der erbärmlichen letzten Hinrundenspiele. Da ich aber 2:0 für uns getippt habe, werde ich demnächst mal aufbrechen Richtung Bayarena. Ich werde berichten.

Sonntag, 15. Januar 2012

2012 - Woche 2

. Midnight in Paris. Owen Wilson kann offenbar auch seriös und Rachel McAdams ersetzt Scarlett Johansson ganz vortrefflich als die typische Allen'sche blonde, ignorante, egozentrische Ami-Bitch. Marion Cotillard ist bezaubernd.

Photo via Sundance Channel

. Eine Arbeits-Email am Montag Abend, die mich die ganze Woche beschäftigt, gedanklich.
. Ich buche meine Zugtickets für Wien, 24.-27. Februar, und freue mich unbändig auf den Besuch bei Sassi mit Anna.
. Vorverkaufsstart für Bayer04-Clubmitglieder für das Champions League Heimspiel gegen Barcelona am 14. Februar. 50 Anrufe und 500x F5 später habe ich trotzdem keine Tickets. Ein Hoch auf meine Dauerkarte Modell 2 mit der ich glücklicherweise ohnehin zu allen Heimspielen gehen kann.


. Karten für das Dilated Peoples Konzert am 07. Februar in Köln gekauft! DILATED PEOPLES! EVIDENCE!
. Das Dschungelcamp geht los. Eindrücke nach dem ersten Abend: Ich mag Brigitte Nielsen. Micaela, Rocco und Daniel Lopes hasse ich jetzt schon.
. Ein nahezu perfektes Konzert am Samstag Abend mit toller Begleitung. Prinz Pi im Zakk, und es ist alles, was ich mir erhofft habe und noch mehr. Highlights: "Laura", bei dem ich am Schluss die Tränen nicht mehr zurückhalten konnte, und "Eifer & Sucht", das mich auf dem Album nie so überzeugt hat, aber das Pi gestern so eindringlich vorgetragen hat, dass es mir vollkommen unter die Haut ging.
So viel Adrenalin! Düsseldorf zu Hause Gefühl. Glücklich einschlafen.

Photo via @michelb

Samstag, 5. November 2011

In eigener Sache: bayer04blog

"Unbezahlte Arbeitskraft gesucht" - wie hätte ich das ablehnen können? Stefan weiß wie es geht, und so bin ich nun neue Autorin, quasi 1/3 des Teams neben ihm und Daniel (Hattrick1904), beim bayer04blog. Ich freue mich sehr, auch über den schönen Empfang, und hoffe, dass ich den Erwartungen und Qualitätsansprüchen gerecht werden kann. Das mit der Groß- und Kleinschreibung klappt ja schon mal.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Mehr Fußball, weniger Drumherum


Was für ein Scheißspiel! Ich war gestern in Gladbach, und es hat keinen Spaß gemacht. Weder das, was die Jungs auf dem Platz veranstaltet haben, noch das, was im Gästeblock vonstattenging.
Die Serie, in 19 Auswärtsspielen in Mönchengladbach ungeschlagen, sowie die ganz okay-e Aufstellung (und das ist ja derzeit schon Anlass zur Freude), stimmten zunächst optimistisch. Das Fehlen Ömer Topraks wurde irritiert zur Kenntnis genommen, aber ein Blick in die Twitter-Timeline verriet schnell, dass er aufgrund von Grippe nicht aufgestellt wurde. Zudem Ballack von Beginn an, sehr gut.
Nun ja, nach nur wenigen Minuten Spielzeit war der anfängliche Optimismus bereits wieder verflogen. Die Gladbacher waren gut, viel besser als wir. Wie inzwischen üblich rannte unsere Abwehr den Offensivspielern der gegnerischen Mannschaft hinterher, in diesem Fall Marco Reus, der allen Platz und alle Zeit dieser Welt hatte. Leverkusen hätte sich auch über vier oder fünf Gegentreffer nicht beschweren dürfen, hätte Gladbach nicht so ein Pech gehabt und so oft Pfosten, Latte oder Leno getroffen, oder knapp am Tor vorbeigeschossen.
Robin Dutts Entscheidung Michael Ballack auszuwechseln, zumal für Simon Rolfes, konnte ich nicht verstehen, aber auch das scheint sich jede Woche zu wiederholen, darum möchte ich dazu auch keine (weiteren) Worte mehr verlieren. Da muss man ja schon von Glück sprechen, dass Renato Augusto verletzt ist, sonst hätte Dutt ihn wohl auch noch eingewechselt. (Gute Besserung an dieser Stelle an Renato! Ihr wisst ja, was ich sagen will.)
Ansonsten habe ich vom Spiel aufgrund der notorisch schlechten Sicht im Gladbacher Gästeblock nur wenig mitbekommen. Normalerweise würde ich die Partie dann zu Hause nochmal aufarbeiten, mithilfe von Sky, der Sportschau, dem Aktuellen Sportstudio (was zur Hölle war das gestern für ein Quatsch mit KMH und dem armen Stani?), das gestrige Spiel allerdings möchte ich lieber vergessen. Auch weil ich mich so über die Vollidioten in unserem Block geärgert habe. Ich verstehe nicht, wieso man Feuerzeuge auf andere Menschen wirft. Ich verstehe nicht, wieso man sich von (harmlosen) gegnerischen Fans im Nebenblock provozieren lässt – und wir reden hier von Gladbach! Das sind Familienväter! –, um dann eine Armada an Bierbechern rüberzuwerfen. Das sind die Momente, in denen ich mich für unseren Block schäme, und mir die Lust an Auswärtsspielen vergeht. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für so einen Scheiß.
Aber auch in unserem eigenen Block in der BayArena ist es nicht anders. Ich bin bestimmt nicht support-faul, schon gar nicht spießig oder zimperlich, ich beschwere mich nicht über Bierduschen, bepöbele im Affekt auch mal den Schiedsrichter. Meine Frustration rührt einzig und allein daher, dass beim Großteil des C-Blocks nicht das Spiel im Vordergrund zu stehen scheint, wo doch das Spiel der Grund ist, warum ich ins Stadion gehe. Wahrscheinlich ist meine (innere) schrittweise Abkehr von der aktiven Fanszene auch nur die logische Konsequenz der Tatsache, dass der Altersdurchschnitt im Block gleich bleibt, während ich immer älter werde. Als ich anfing in Leverkusen ins Stadion zu gehen, mit Mama und Papa und meinem kleinen Bruder (mit dem ich heute noch jedes Spiel besuche, beste Stadionbegleitung der Welt), hieß die BayArena noch Ulrich-Haberland-Stadion und wir saßen in der „Family Street“ mit eigenem McDonald’s. Als Kind fand ich das ganz großartig, genau wie unsere Plätze: erste oder zweite Reihe, auf Höhe der Mittellinie. 15 Jahre später spiele ich immer stärker mit dem Gedanken dahin zurückzukehren, wo alles begann, und meine C-Block- gegen eine B-Block-Dauerkarte einzutauschen. Wieder mehr Fußball und weniger Drumherum.

Donnerstag, 18. August 2011

stefan kießling - 8403 people like this

als stefan kießling am vergangenen sonntag im spiel gegen bremen in der 68. minute ausgewechselt wurde, konnte man die welle der sympathie, die durch den c-block schwappte, förmlich spüren. obwohl er auf dem platz nun wahrlich nichts gerissen hatte - ich erinnere mich nicht an eine bemerkenswerte spielszene seinerseits -, gab es "stefan kießling"-sprechchöre und standing ovations allerorten. und diese vielsagenden blicke im block, die alle das sagten, was mir in dem moment auch durch den kopf ging: "ach, der kies, der ist soo nett. der identifiziert sich so mit dem verein, und postet immer so nette sachen im facebook".
es nimmt ihm keiner (mehr) übel, dass er das tor nicht mehr trifft; klar, es ist schade, vorallem für ihn, aber irgendwie auch latte*. wenn er morgen wieder bei facebook erzählt, was er seiner frau zu essen gekocht oder welchen film er mit seinem sohn im kino gesehen hat.
kürzlich wurde stefan kießlings neue homepage gelauncht. ich finde sie - gelinde gesagt - katastrophal, und das nicht, weil sie aussieht wie bild.de, das ist super witzig. die inhalte dort sind einfach nur traurig, wenn sie ernst gemeint sind:
Seit 2006 ist Leverkusen Lebensmittelpunkt von Stefan Kiessling. Hier ist er seiner Frau Norina das erste Mal begegnet. In Opladen haben sie ihre Hochzeit gefeiert. Sohn Tayler ist in Leverkusen zur Welt gekommen und geht dort in den Kindergarten. Sie haben ein Haus gebaut und leben nun in Monheim.
ich glaube, man muss opladen und monheim nicht kennen, um zu verstehen, was ich meine.
aber genau solche texte machen diesen mann zu einem solchen sympathieträger und zur identifikationsfigur. und zu einem krassen gegenentwurf zu spielern wie beispielsweise arturo vidal, dessen unrühmlicher abgang mich wirklich sehr enttäuscht hat. (und in diesem fall bin ich tatsächlich mal nachtragend.)
gestern hat kies sich im facebook sogar direkt an die jungs (& mädels) von nk12 gewendet & sein kompliment für die renovierung des stadionecks ausgesprochen: Ich wollte auch nochmal ein Kompliment aussprechen, an die Leute, welche das Stadioneck12 neu aufgebaut haben!!! Werde es mir auch mal persönlich anschauen :-)
wenn's nach mir ginge, könnte kießling bis zu seinem karriereende bei uns bleiben. bloß: der derdiyok, den sollte dutt in zukunft lieber mal von anfang an und als zweite spitze neben kies bringen...

*oh. no pun intended!