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Donnerstag, 27. Juni 2013

Woche 25


. Ich wollte schon lange eine japanische (Grün-)Teekanne aus Gusseisen haben, aber preislich geht es da meistens erst ab 80 € los. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich diese wunderschöne blaue Teekanne reduziert bei Zara Home (!) gefunden habe.

. Mein Freund – Lukas, dann kann ich endlich auf umständliche Umschreibungen verzichten. Ich sage im "wirklichen Leben" nie mein Freund. Jedenfalls, Lukas und ich sprechen oft über Kindernamen (kein besonderer Anlass, nur so). Ich weiß gar nicht warum, denn besonders viel Spaß macht uns das nicht. Wir sind uns einfach nie einig, und gerade kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das jemals der Fall sein wird. 
Letztens so:

Ich: Was ist mit Levi?
Er bricht in schallendes Gelächter aus.
Ich: Was'n daran so schlimm?
Er: Das L, das E, das V, das I.

Ich: Wie wär's mit Henri?
Er reagiert nicht.
Ich: Warum antwortest Du nicht?
Er: Du hast noch nicht gesagt der Wievielte.

 

. Geburtstagsgeschenk für den lieben M., ein 3D-Puzzle einer E-Gitarre von Kawada. Ich konnte mich kaum entscheiden; Schlagzeug, Synthesizer, Flügel, die waren alle so toll.

. Gesehen:
Tom Meets Zizou. Hmmnaja. Thomas Broich spricht zwei Stunden und fünfzehn Minuten über sich selbst. Der Film hat mir durchaus gefallen, aber nach einer Weile wird es doch etwas ermüdend. Zumal die offensichtlichen Widersprüche – die Aufmerksamkeit der Medien und der damit verbundene Druck setzten ihm psychisch zu vs. umfassende (freiwillige) Medienbegleitung seiner kompletten Karriere inklusive Filmaufnahmen vom gemeinsamen Kochen zu Hause mit der Freundin – mich schon gestört haben. Aber: Just my two cents. Ich maße mir keine Einschätzung oder gar ein Urteil über die Person Thomas Broich an.
The Sopranos, Staffel 1. Darum kommt dieser Wochenrückblick diesmal auch so spät. Weil ich jeden Abend nach der Arbeit nur noch Sopranos schaue. Ich schreibe das nie, aber.. Rest in Peace, James Gandolfini. Thank you for Tony Soprano.

Montag, 17. Juni 2013

Woche 24


. Was mache ich eigentlich die ganze verdammte Woche außer Arbeiten? Es kann doch nicht sein, dass ich hier jeden Montag sitze und mich an nichts erinnere, das vor dem Wochenende passiert ist? Außer Arbeitsdinge, die für Euch aber eher uninteressant sind.

. Am Samstag war ich beim Friseur und habe mir meine (blonden) Wimpern und Augenbrauen färben lassen. Aus Selbstschutz sozusagen. Ich habe so starken Heuschnupfen, an dem in erster Linie meine Augen zu leiden haben, und mit dunklen Wimpern und Augenbrauen spare ich mir nun das morgendliche Schminken und – viel wichtiger noch – das abendliche Abschminken.


. Ich habe mir eine neue Brille ausgesucht, die ich hoffentlich diese Woche abholen kann.

. Meine Eltern sind derzeit in Schottland. Am Wochenende haben sie dort den Bruder meines Vaters besucht – die beiden hatten sich unglaubliche 24 Jahre nicht gesehen. Mama: "This is a visiting holiday. People are more important than places."

. Gesehen:
Silver Linings. Bradley Cooper war für mich immer der Typ aus Hangover, und Jennifer Lawrence das Mädel aus The Hunger Games, aber in Silver Linings habe ich mich in die beiden verliebt.
Arbitrage. Es ist wie Mark Kermode sagt, der Film ist gut und sehenswert, weil Richard Gere gut und sehenswert ist. (Die Rezension lohnt sich; Kermode ist ein richtiger Gere-Fanboy, das ist sehr süß anzuhören.)
Oh Boy. Deutscher Schwarzweißfilm mit Tom Schilling, tolle Bilder von Berlin.
Twin Peaks, Staffel 1. Kyle MacLachlan ist großartig. (Und genauso kaffeeverrückt wie ich.)


Dienstag, 11. Juni 2013

Woche 23


. Freitag und Samstag war ich in Bonn auf der BAEL c2, der Linguistik-Konferenz meines alten Lehrstuhls. Vor drei Jahren habe ich dort meinen Abschluss gemacht und Stadt, Uni und Lehrstuhl den Rücken gekehrt. In meinem jetzigen Job habe ich quasi keine Berührungspunkte mit der (angewandten) Linguistik, daher war es ganz wunderbar für zwei Tage wieder in diese Welt – mein altes Leben – abzutauchen. Die Agentur war ganz weit weg. Und auch wenn die Vorträge allesamt sehr gut und hochinteressant waren, das Highlight war das Wiedersehen mit den alten Kollegen und Freunden. Ich hab das Gefühl, ich schreib' das hier oft, aber: Es war, als hätte es die Jahre zwischen unseren Wiedersehen nicht gegeben.


. Am Sonntag habe ich zwei Stunden auf dem Balkon verbracht, um meine Yucca-Palme zu retten. Der ursprüngliche Plan – Umtopfen – musste aufgrund des schlechten Zustands der Pflanze nach dreißig Minuten Erde schippen verworfen werden, stattdessen habe ich zwei Ableger (die ich glücklicher- und überraschenderweise unter der Erde entdeckt habe) neu eingepflanzt. Den verfaulten Stamm musste ich schweren Herzens zersägen und entsorgen.
Die Pflanze ist mir deshalb so wichtig, weil ich sie von meiner 1997 verstorbenen Freundin geerbt habe. Seit inzwischen sechzehn Jahren lebt diese Pflanze bei mir und ist von einer kleinen Topf-/Zimmerpflanze zu einer riesigen Palme gewachsen. Leider haben die letzten Monate auf dem Balkon zur Straßenseite der Palme nicht gut getan, sodass jetzt außer den Ablegern nichts mehr zu retten war. Ich hoffe so sehr, dass aus den beiden Töpfen bald neue Palmen wachsen.


Meine Freundin hat die Palme damals übrigens Berger getauft, nach George Berger – "an irreverent free spirit" –, eine der Hauptfiguren des Musicals Hair, welches wir kurz zuvor gesehen hatten und seitdem den Soundtrack rauf und runter hörten.

Montag, 3. Juni 2013

Woche 22


. Am Montag Abend gibt's ein Wiedersehen, leckeres Essen und kaltes Bier mit drei Ex-Kollegen, von denen zwei zu meinen besten Freunden zählen (Ihr kennt sie vielleicht bereits, Ö. und M.), einer aber wirklich ein Ex-Kollege ist, zumal einer, den ich vor knapp einem Jahr zuletzt sah, von daher: Schön war's.
. Drei Mal Wetterumschwung innerhalb einer Woche, von kalt auf warm auf kalt, und mein Freund liegt mit (glücklicherweise diesmal nur leichter) Migräne im Bett.


. Am Donnerstag ist Fronleichnam, das bedeutet: Ein weiterer Feiertag in NRW. Wir räumen die Küche um, kochen, und faulenzen. Freitag gehe ich ins Büro; einen lockeren Arbeitstag als einen Brückentag kann es gar nicht geben.
. Samstag geht's recht spontan zu IKEA. (Ich weiß. Leider bin ich in Sachen nachhaltiger Möbelkauf noch vollkommen unwissend und daher über jeden Tipp dankbar.) Wir kaufen endlich das seit einem Jahr geplante größere Bett (von 1,40m Breite auf 1,80m), neue Matratzen, neue Lattenroste, sowie ein Schlafsofa. Endlich können wir mehr als einen Gast beherbergen!


. Gesehen: Sherlock, The Great Game.
. Gehört: Mount Kimbie, Cold Spring Fault Less Youth; Bonobo, The North Borders; City and Colour, Little Hell.

Dienstag, 28. Mai 2013

Woche 21

. Meine Drei-Tage-Woche stand ganz im Zeichen des bevorstehenden Champions League Finales (der Herren, obwohl ich mich für die Damen des VfL Wolfsburg auch sehr gefreut habe). So folgte ich Dienstag Abend der Einladung von Patrick Völkner (@voegi79) bei Blogspot360 als Neutrale (ähem) zusammen mit einem Bayern-Fan (Lizas Welt) und einem Dortmund-Fan (Any Given Weekend) über das Spiel zu sprechen. Hier kann man sich anhören, wie ich mich weit aus dem Tipp-Fenster lehne und quasi prophetisch ein statistisch unfassbar seltenes 2:1 vorhersage.
. Apropos veraltete Podcasts: Kürzlich las ich auf Twitter, dass der Neverkusen-Podcast eine Nische in der Nische sei. Ein Podcast über Leverkusen, und dazu noch auf Englisch. Dann ergänze ich hiermit die dritte Nischen-Ebene: Ein veralteter, englischsprachiger Neverkusen-Podcast. Hier geht's zur Ausgabe 50+1, in der Bayer-Fans aus aller Welt, inkl. mir (ganz zum Schluss), zu Wort kommen.


. Das Wochenende habe ich in München verbracht. Im Vorfeld hatte ich mir vorgestellt, viele, oder zumindest einige ein paar der (Internet-)Menschen, die ich dort kenne, zu treffen, aber in der Realität sieht so ein Wochenendkurztrip ja doch immer anders – und vor allem kurz – aus. So verbrachten mein Freund und ich das Wochenende bei und mit unserem Gastgeber; waren Freitag Abend auf einer internationalen WG-Party in Schwabing (bei Javi, der wirklich eine gewisse Ähnlichkeit mit Javi Martínez hatte!), Samstag schon früh in der Stadt unterwegs, und abends zum Fußball gucken in der Muffathalle. So toll das Wochenende auch war – nach dem Spiel waren wir noch lange auf der Leopoldstraße –, es ist – duh! – einfach nicht das Gleiche, wenn's nicht der eigene Verein ist. (Wobei ich natürlich nicht den blassesten Schimmer habe, wie es ist, mit meiner Mannschaft die Champions League zu gewinnen.)

Mittwoch, 22. Mai 2013

Woche 20

Der letzte Wochenrückblick ist so lange her, dass ich mich nicht mal erinnern kann, in welchem Monat ich zuletzt einen gepostet habe.


. Mit meinem Freund diskutiert, welche Serie wir als nächstes gucken, nachdem wir nach zwei Monaten Breaking Bad beendet haben. (Noch 83 Tage bis zum 11. August, wenn die fünfte und letzte Staffel von Breaking Bad in Amerika weitergeht!) Wir einigen uns auf Twin Peaks, aber am Freitag kommt er mit der DVD der ersten Staffel True Blood um die Ecke, die er sich von einer Arbeitskollegin geliehen hat. (Die Serie ist leider nichts für mich, da bin ich raus.)
. Meine Mama hat ihr erstes Smartphone gekauft und sich WhatsApp runtergeladen. Bisher funktioniert die Kommunikation aber nur, wenn mein Bruder dabei sitzt und hilft. Welcome to WhatsApp, Mama!


. Das neue Daft Punk Album Random Access Memories gehört. Nicht mein Fall; zu viel Disco, zu wenig House, zu viel Autotune (es ist Daft Punk, ich weiß). Get Lucky gefällt mir dafür mit jedem Hören mehr.
. Ich lese weiterhin Der FC Bayern und seine Juden: Aufstieg und Zerschlagung einer liberalen Fußballkultur, und bin schwer begeistert, auch wenn die vielen Namen und Zahlen (und neuen Informationen) ein wenig überwältigend sind.
. Besuch von J. & J. und ihrem kleinen Sohn (acht Wochen) L., der das erste Mal bei uns zu Hause ist.
. Pfingstsonntag bei meinen Eltern in Bonn verbracht und beim Premier League-Gucken auf der Couch gedöst. Am Abend meine Eltern in die neue Weinbar in Endenich eingeladen.

Mittwoch, 19. September 2012

2012 - Woche 37

. Vorletzte Woche habe ich schändlicherweise mein Treffen mit der lieben Rieke (die im Internet unter Frieda bekannt ist, für mich aber immer Rieke bleiben wird) vergessen. Ich befürchte gerade, dass mir das diese Woche erneut passiert; ich erinnere mich nämlich schon wieder an nichts, was ich zwischen Montag und Freitag gemacht habe, außer Arbeiten natürlich. (Aber seit dieser Woche strukturieren Europapokal-Spiele glücklicherweise wieder meinen Alltag.)


. Samstag bin ich nach Bonn gefahren, um mit meinen Eltern Fußball zu schauen und meinen Geburtstag nachzufeiern. Mama hat mir einen Schokokuchen gebacken und Papa hat gekocht. Meine Eltern haben mir ein Kindle (mit dieser pinken Lederhülle, die in Wirklichkeit noch viel schöner und pinker ist) und eine Etagere geschenkt. Ich hatte einen ganz wundervollen Nachmittag – die 90 Minuten zwischen 15:30 und 17:15 Uhr lasse ich mal dezent unter den Tisch fallen.


. Ich habe tatsächlich angefangen 50 Shades of Grey zu lesen. Aber nur weil mein Bruder mir das auf mein neues Kindle gepackt hat und es einfach da war. Es ist genauso schlecht wie vermutet. Aber jetzt bin ich hooked und muss es zu Ende lesen. Es ist so herrlich absurd, dass der Protagonist Multi-Milliardär (!) ist – und 26! Er ist voll der harte S/M-Typ und dann gehen er und die Trulla erstmal zusammen baden. Und wie der Zufall es so will, arbeitet sie in einem Baumarkt (!), sodass er da praktischerweise günstig Kabelbinder und Seil – natürlich bei ihr, denn sie hat zufällig gerade Schicht – einkaufen kann.
. Der Herbst steht vor der Tür.

Dienstag, 11. September 2012

2012 - Woche 36

Ich erinnere mich tatsächlich an nichts außer meinen Geburtstag. Der Rest der Woche bestand aus Arbeiten (nicht zu viel, alles im Rahmen, glücklicherweise), einem Länderspiel am Freitag Abend, das ich nur sehr oberflächlich verfolgt habe, sowie einem stressigen Samstag Vor- und Nachmittag (aufräumen, putzen, einkaufen, backen). Samstag Abend habe ich dann mit Freunden in meinen Geburtstag reingefeiert und es war wunderschön.


Mein Geburtstag fällt ja auch immer ein bisschen mit meinem Düsseldorf-Jahrestag zusammen. Am 01. September 2010 zog ich nach Düsseldorf, bzw. fing an dem Tag in der Agentur an. Das heißt, Anfang September bin ich immer ein wenig sentimental. (NOCH MEHR ALS SONST ODER WAS? schreien gerade die, die mich kennen.)
Vergangenes Wochenende war ich einfach extrem dankbar für die wunderbaren Menschen, die ihren Samstag Abend mit mir verbrachten. Und dafür, dass Düsseldorf so gut zu mir ist und mir neben meinen alten Freunden so perfekte neue geschenkt hat. ♥
Ich mein, ich bekam u.a. das neue The xx Album, die Casper Live-DVD und Karten für das Bloc Party Konzert in Köln im Februar geschenkt. Die beste Geburtstagskarte kam von den beiden Ladies L. & L. (& Th.): "Für die Landfrau in der Landhausküche. Alles Gute zu Deinem 18. Geburtstag!" inklusive Katzenkopfabbildung.
(Ich fühle mich immer noch genauso, wie ich mich mit 18 gefühlt hab. Innen drin.)

Dienstag, 4. September 2012

2012 - Woche 35

. Mein Onkel und meine 15-jährige Cousine sind zu Besuch in Deutschland; meine Cousine verbringt ein Wochenende bei mir in Düsseldorf. "It feels as if we were the same age." Ist das jetzt gut oder schlecht für mich?
. Ein Freund aus Kanada ist zu Besuch in Deutschland. Wir lernten uns kennen, als er 18 und ich 13 war, und sehen uns inzwischen alle paar Jahre einmal. Am vergangenen Montag verbrachten wir knapp zwei Stunden miteinander und es war wie immer. ♥


. Standortübergreifendes Agentur-Sommerfest am Donnerstag. Ich habe keine Geduld mit schlechten DJs. Bin vielleicht aber auch Bonn-geschädigt, wo es nur eine CD gibt, die in allen "Clubs" läuft.
. Stattdessen gehört: James Blake - The Wilhelm Scream. The xx - Coexist. Black Atlass EP. (Daniel knows best.)
. Ziemlich verballert und leicht verkatert fahren wir Freitag nach der Arbeit zu Ikea. Ich habe Angst um den alten Corsa, den wir uns von einem Freund leihen, aber hauptsächlich um mein Leben (besagtem Freund ist mitten auf der Autobahn mal der Peugeot ausgegangen). Ich leide bei Ikea ("Kann es sein, dass einem die Augen rausfallen?"), freue mich aber umso mehr, als ich all die schönen neuen Dinge in unserer Wohnung sehe.


. Leverkusen bestreitet gegen den SC Freiburg sein erstes Bundesliga-Heimspiel der neuen Saison; ich bin im Stadion und schreibe im bayer04blog darüber.
. Fisch essen im besten Fisch-Restaurant der Stadt. El Pescador - Pflicht für jeden Düsseldorfer! Ein wunderbarer Samstag Abend mit gutem Essen, viel Wein, zu viel Schnaps und tollen Menschen. Nachts zu Fuß nach Hause laufen, glücklich sein.


. Der Mann backt Sweet Potatoe and Marshmellow Pie und kocht trotz Kater. (Das erste Bier ist aber zu meinem anfänglichen Erschrecken auch relativ schnell wieder geöffnet. Abends trinke ich dann selbst wieder Wein.)
. The Hangover, zum ersten Mal. Nicht so lustig wie ich dachte.
. Weniger Wahnsinn im Büro als noch vor ein paar Monaten. Ein bisschen mehr Ruhe und Zeit tut gut und ich hoffe, dass es ein wenig anhält.

Sonntag, 3. Juni 2012

2012 - Woche 21 und 22

. Wir ziehen um! Von Bilk nach Düsseltal, genannt Zoo(-Viertel). Wir wohnen direkt gegenüber vom alten Eisstadion der DEG und dem Zoopark, in dem sich von 1876 bis 1943 tatsächlich ein Zoo befand, im zweiten Weltkrieg aber zerstört und nicht mehr aufgebaut wurde.



. Während die Jungs schleppen und ab- und aufbauen, putze ich drei Tage lang die alte und die neue Wohnung, kämpfe mit Heuschnupfen und dem vielen Staub und Dreck, freue mich sehr über die Fortschritte und bin dankbar für unsere phantastischen Helfer.


 

. Wir überstehen dank des neuen Lieblingskiosks nebenan vier sehr warme Tage ohne Kühlschrank. Zweieinhalb Tage bauen die Jungs an der Küche und sie ist perfekt. Ich liebe unsere große Keramikspüle und die Massivholzarbeitsplatte.


 . Die ersten Nächte in der neuen Wohnung schlafe ich schlecht und träume nur Scheiß. Wir haben noch keine Vorhänge am Schlafzimmerfenster und werden morgens von der Sonne geweckt. Das ist sehr schön, aber auch sehr früh und sehr warm, zumal man die Fenster wegen des Straßenlärms nicht öffnen kann.



. Ich bin glücklich - und gleichzeitig traurig, dass ich meine Großeltern nicht mal eben sehen kann, gerade jetzt, und dass ich meiner Mutter nicht besser helfen kann als durch zuhören und da sein. Aber wir haben viel wofür wir dankbar sein können und wir haben uns.

Montag, 21. Mai 2012

2012 - Woche 20

. Vor Donnerstag erinnere ich mich an nichts erwähnenswertes. Wochentags sieht es bei mir derzeit immer gleich aus: Bis ca. 20 Uhr arbeiten, kurz einkaufen, essen, Mad Men gucken, Gin Tonic trinken, schlafen. (Mich ärgern, dass das bei Mad Men immer glamouröser aussieht.)


. Am Donnerstag ist Christi Himmelfahrt und ich fahre spontan (!) mit zwei Freundinnen aus Bonn in den Duisburger Zoo. Ich war tatsächlich nie bewusst im Zoo - nur einmal als kleines Kind im Kölner Zoo - und flippe völlig aus. Ich hätte gerne einen Delphin. Weil ich den Mann, der Zoos boykottiert, am Feiertag bei bestem Wetter alleine zu Hause sitzen lasse, kaufe ich ihm als Wiedergutmachung bei Starbucks im Duisburger Hauptbahnhof den City Mug München.

 

. Finale Dahoam. Der Mann und ich nehmen das wörtlich und fahren nach Bonn, ich fahre zwei Stunden später und werde von einer laut und schief singenden Pfadfindergruppe im RE gequält. Ich habe Hunger und Durst und werde zunehmend aggressiver. Zum Glück holt mein Bruder mich in Bonn am Bahnhof ab. <3
Ich bin kaum zu Hause, da werde ich von Mama zum Korrekturlesen einer deutschen Übersetzung an ihren Laptop gesetzt und zum Arbeiten verdonnert.


. Wie immer ein fast pefekter Tag bei der Schwiegerfamilie. Viel Essen, viel Alkohol, trinkfreudige Eifelaner, ich kann keinen Obstbrand trinken, Champions League Finale, nichts was ich nur in einem Satz dazu sagen könnte. Nach dem Spiel wird der Ruf nach mehr Alkohol laut, höchst antizyklisch wird die Sektflasche geöffnet. Es ist einer dieser Abende, an dem man sämtliche Alkoholvorräte des Hauses aus irgendwelchen Kommoden und Schränken kramt. Eiswein, anyone? Nachts auf der Straße auf dem Rücken in der Einfahrt liegen und denken: Das passt, dass hier heute nicht ein Stern am Himmel ist.

Mittwoch, 16. Mai 2012

2012 - Woche 19

. Die Woche ist nicht sehr ereignisreich. Ich verbringe 10-11 Stunden täglich im Büro, dennoch herrscht gute Stimmung, auch dem neuen Kollegen sei Dank. Ich erfahre Wertschätzung von meiner Chefin und freue mich.

 
Photo von meiner Freundin L., die vergangene Woche einen geschäftlichen Termin im Medienhafen hatte.
Düsseldorf <3

. Wir messen Donnerstags in der Mittagspause die Küche in der neuen Wohnung erneut und vorallem genauer aus. Leider hat die Vermieterin hat den Termin zunächst vergessen und fährt erst los, nachdem ich sie anrufe. Ich muss das Mittagessen ausfallen lassen und habe um 14 Uhr den nächsten Termin. Stress!
. Samstags fahren wir zu Ikea, finalisieren die Planung der Küche und kaufen sie. Die Kassiererin weiß das Kreditlimit meiner EC-Karte geschickt zu umgehen und ich zahle meine, unsere, erste eigene Küche von meinem, unserem, eigenen Geld. So wird sie ungefähr aussehen:


. Schlechte Nachrichten am Samstag Abend: Meine Eltern können nicht beim Umzug helfen. Und DFB-Pokalfinale.
. Mad Men Staffel 2. Panini Sticker. Warum gibt es in ganz Bilk kein Tonic Water mehr zu kaufen? Lazy Sunday.



Sonntag, 6. Mai 2012

2012 - Woche 18


. Der Mann und ich haben den Brückentag frei und verbringen ihn bei Ikea. Wir grob-planen die neue Küche. Leider haben wir den Raum in der neuen Wohnung nicht genau genug abgemessen, um die Küche auch schon bestellen zu können.
Worauf ich mich schon sehr freue ist die hässliche graue Edelstahl-Spüle gegen ein großes weißes Spülbecken einzutauschen. Plus herausziehbarem Wasserhahn!

. Noch angeschlagen von zu viel Kölsch und zu wenig Schlaf Samstag Nacht tanze ich Montag auf Sparflamme in den Mai. Im Ab der Fisch findet eine Hawaii-Party statt, bei der man Bons kaufen muss, um sie gegen Bier einzutauschen. Ich kenne sowas nur von Pfarrfesten Anfang der 90er und finde es total witzig das auch der Kellnerin mitzuteilen. (Sorry.). Danach ziehen wir weiter auf die Party von Mr. Plakatieren Verboten.


. Den Feiertag verbringen wir mit Putzen. Ich putze zum ersten Mal seit dem Einzug die Fenster. Nach den zwei Wohnzimmerfenstern habe ich keine Lust mehr und wende mich den Böden zu. Am nächsten Morgen begutachtet der Hausmeister die Wohnung und befindet, dass sie für 450 € gestrichen werden muss. In einem Nichtraucherhaushalt, nur anderthalb Jahre nachdem die Wände zuletzt gestrichen wurden, weiß auf weiß. Spinn' ich oder sind 450 € wirklich vollkommen überzogen?

. Einweihungsparty des neuen Düsseldorfer Office der Kollegen von moreperform. Ein offener, heller 200qm Loft zum neidisch werden! Minimalistisch eingerichtet, viel Platz, riesige Fenster, toll.

. Ein guter Freund meiner Familie feiert seinen 50. Geburtstag in Bonn. Eine perfekt geplante und dennoch ungezwungene, warme Feier. Das Rhein in Flammen Feuerwerk vom Balkon aus gucken und dabei meine Mama im Arm halten (während mein Bruder alle 5 Minuten "Pyrotechnik ist kein Verbrechen!" ruft). Nachts alleine zurück nach Düsseldorf fahren (ich wache sonntags nicht gerne verkatert in fremden Betten auf), um 6 Uhr ins (eigene) Bett fallen. Sonntags beschließen ab jetzt kürzer zu treten und mehr von dem zu tun, was ich am besten kann: auf dem Sofa rumsitzen und dann früh ins Bett gehen.
. Köln steigt ab. Fortuna ist in der Relegation. Der Kölner Abstieg betrübt mich mehr als ich zu Beginn der Saison für möglich gehalten hätte, und ein möglicher Düsseldorfer Aufstieg fühlt sich nach der Rückrunde, in der keines der wichtigen Spiele gewonnen wurde, irgendwie unverdient an.

Dienstag, 1. Mai 2012

2012 - Woche 16 und 17

Ganze fünfzehn Wochen habe ich es geschafft regelmäßig meinen Wochenrückblick zu posten. Aber wie jedes meiner Langzeit-Internetprojekte musste es irgendwann unter die Räder kommen. Hier der verspätete Versuch meine letzten zwei Wochen zu rekonstruieren.


 
IGeL = Individuelle Gesundheitsleistungen. Witzig, der Herr Dr. Dr. Roth!

. A Serious Man. 4/5.

. Wir haben eine neue Wohnung! Zum 01.06. ziehen wir nach Düsseltal. Innerhalb von drei Tagen finden wir einen Nachmieter für unsere alte Wohnung, weitere zwei Tage später unterschreibt er den Mietvertrag. Es ist mir ein wenig unheimlich wie glatt alles läuft.


. Das Magische Dreieck macht Köln unsicher. Das Magische Dreieck besteht aus zwei meiner ältesten Bonner Schulfreunde und mir, und Samstag Nacht in einer Pommesbude auf der Friesenstraße treffen wir Richard David Precht und machen ein gemeinsames Photo von unseren Schuhen.


Von links nach rechts: Ich, Felix, Richard David Precht (aka "Der jüngste 47-jährige der Welt").

. Letztes Bundesliga-Heimspiel der Saison. Wir gewinnen 1:0 gegen Hannover 96 und verabschieden Michael Ballack und René Adler. Ich kämpfe mit den Tränen, it's the end of an era und das ist nicht übertrieben. Im bayer04blog habe ich etwas ausführlicher darüber geschrieben.

Dienstag, 17. April 2012

2012 - Woche 15

. Ostermontag. Tag 1 nach dem Urlaub. Wir wollen zurück nach Amsterdam. Wir haben nichts zu essen im Haus und landen aus Mangel an Alternativen bei McDonald's, es schmeckt richtig scheiße. Abends bestellen wir Sushi.


. Eine traurige Nachricht aus der Schwiegerfamilie.
. Bindehautentzündung und ein Besuch beim Augenarzt, der mir - schockschwerenot! - kein Kortison verschreibt. Verdammt.
. Ein aufregendes Telefonat.


. Eine wundervolle Hochzeit mit der wunderschönsten Braut, die ich je sah. Eine tolle Feier im Strandbad Lörrick, eine nächtliche Taxifahrt über die Rheinkniebrücke - und wenn ich den Rhein und die Stadt vor mir ausgebreitet sehe, werde ich ein wenig rührselig vor Glück, eventuell auch Gin-Tonic induziert.