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Freitag, 2. März 2012

Vienna 2012, Teil 2

Aufhänger meiner Wien-Reise war tatsächlich nicht Sightseeing (was ich aber unbedingt bald nachholen muss), sondern Sassis alljährliche Oscar-Party, bei der ich dieses Jahr endlich auch einmal mit dabei sein wollte. Mit einem "Ich komm' vorbei!" fing alles an, Google Maps und Zugverbindungen wurden erst danach gecheckt, aber versprochen ist versprochen, und Wien ist schließlich immer eine Reise wert.
Leider hatte ich dieses Jahr noch weniger nominierte Filme gesehen als sonst, sodass mir die Tippabgabe extrem schwer fiel. Am Schluss hatte ich nur mickrige 5 von 24 Kategorien richtig und mein Euro Wetteinsatz ging an unsere Gastgeberin, die darüberhinaus auch noch das Oscar-Bingo gewann.


Anna hat Mississippi Mud Cupcakes (allerdings ohne Pecannüsse) gebacken, passend zum nominierten Film The Help. ("Die Fanny hat's nicht verstanden." Ich gestehe, ich musste es mir erklären lassen, weil ich The Help nicht gesehen hatte. Jetzt versteh' ich's und würde gerne den Film sehen.)


Den Rest unserer gemeinsamen Zeit in Wien haben wir damit verbracht Bier zu trinken oder uns vom Bier trinken zu erholen. Samstag Abend waren wir im Café Malipop, mit dem Foursquare Mayor der Kneipe himself. ("Gerade erst geworden!", entschuldigte er sich.) Seit 25 Jahren gibt es das Malipop bereits und es wird seit jeher von einer etwas verrückten älteren Dame (die hoffentlich kein Internet hat und/oder nicht nach ihrer Kneipe googelt) betrieben, die uns direkt beim reinkommen maßregelte und den ganzen Abend nicht damit aufhörte. Ich war fasziniert von ihr, und ihren langen, extrem glatten Haaren mit dem glatten, gerade Pony. "Könnte der Hühnerstall bitte ein bisschen leiser sein, man hört die Musik nicht!" war mein Lieblingsspruch des Abends. Die Musik legt sie übrigens selbst auf und zwar nur Vinyl. Top!
Im 3. Bezirk, Ungargasse 10 - meine Empfehlung!


In Wien am Graben/Ecke Spiegelgasse gibt es außerdem den schönsten H&M der Welt. Meine Freundin Rieke, der Internetwelt besser bekannt als Frieda Elaine, hat kürzlich den schönsten Mango der Welt besucht, der befindet sich im Leipziger Hauptbahnhof. In Wien befindet sich der schönste H&M der Welt, mit Kronleuchter und knarzender Holztreppe und einem wunderschönen alten Aufzug. Der Besuch dort lohnt sich auch, wenn man (wie ich) bei H&M eher nicht (mehr) einkauft.


Donnerstag, 1. März 2012

Vienna 2012, Teil 1

Mein obligatorisches "Ich war hier"-Schuhphoto.



Stephansdom. "Da haben Verona und Franjo Pooth geheiratet." "Oh Gott. Warum?"

 

Als ich die Sassi bat mich vor dem Stephansdom zu photographieren, dachte ich, es sei mehr Stephansdom und weniger ich drauf, aber "Fanny lacht in Wien mit der Sonne um die Wette" hat die Photographin auch ganz gut eingefangen.


Natürlich waren wir auch Schnitzel essen, aber nicht bei Figlmüller, sondern beim Alten Heller. Das Restaurant hat noch nicht mal eine richtige Website (was ich irgendwie ganz reizend finde), gilt dafür aber als "Geheimtipp der Altwiener Küche", wie man dem Pressetext entnehmen kann. Unsere Wien-Insiderin Sassi hat uns dorthin geführt, also muss das stimmen. Und geschmeckt hat es ganz ausgezeichnet, auch der Erdapfelsalat.


Am Samstag Abend waren wir zum Flutlichtspiel im Franz-Horr-Stadion, jetzt Generali Arena, wobei das nicht ganz klar ist. Ich finde sowieso, dass jedes Stadion das Wort Stadion im Namen enthalten sollte, und dass Arenen eher in die USA gehören, oder zum Stierkampf, der wiederum nirgendwo hingehören sollte.
Austria Wien hat gegen den Kapfenberger SV gespielt - und verloren, vor heimischem Publikum. Der Zweitplatzierte gegen den Tabellenletzten und wir waren dabei. Es gab eine gelb-rote Karte, einen Elfmeter, eine Wiederholung des Elfmeters, beide Male in die rechte untere Ecke übrigens, ein nichtgegebenes Abseitstor, und knapp 7000 Zuschauer. Eine komische Vorstellung, wenn man bedenkt, dass das dort die erste Liga ist.
Ein toller Abend. In Fußballstadien bin ich glücklich.


Und wusstet ihr, dass die Österreicher mit "schmusen" das meinen, was wir als "(rum)knutschen" bezeichnen? Als ich das endlich begriffen hatte, war es fast schon zu spät. Hatte ich doch schon mehrfach vor den Jungs von Schmusen mit Sassi und Anna gesprochen. Na, kuscheln halt! Knuddeln. Herzen. (Gibt es dafür eigentlich kein normales Wort?)

Dienstag, 28. Februar 2012

2012 - Woche 8

. Rosenmontag. Wir schauen uns unverkleidet und etwas unbeteiligt den Düsseldorfer Rosenmontagszug an. Wir teilen uns eine kleine Flasche Kleiner Feigling. Oh, the (disgustingly) sweet taste of youth. (Die Tankstelle neben unserer Schule hat uns mit gerade mal 13 das Zeug verkauft.)


. Der Mann referiert podcastreif, fast abendfüllend über die Entwicklung des FC Bayern und ich frage mich, warum er nicht mehr twittert. Am nächsten Abend verliert Bayern 1:0 gegen Basel. Die Lage spitzt sich zu.
. Germany's Next Top Model geht wieder los und ich gucke das, weil der Mann das guckt. (Mal schauen wie lange noch.) Es ist die mittlerweile siebte Staffel, die Meeedchen werden immer hohler und nicht unbedingt hübscher, und Heidi Klum ist die schlimmste von allen.
. Freitag Mittag steige ich den ICE nach Wien und bin 10 Stunden unterwegs. Während meines kurzen Zwischenstopps in München treffe ich meine Freundin B. Ich verbringe ein wunderbares Wochenende mit Anna bei Sassi in Wien. Sassis (kulinarischen) Wochenrückblick gibt's hier. Ein eigener Post zu meiner Wien-Reise folgt.
. Hugo in 3D im Kino. 4/5.
. The Descendants. (Noch) keine Wertung, da mir die letzten 30 Minuten fehlen. (Der Red Carpet fing an!)
. The 84th Academy Awards. Lots of French people speaking English. <3
. Ich beginne endlich mit Mad Men und bin begeistert, und verknallt in Don Draper. Isabella, Feminismus-Beauftragte meines Vertrauens, sagt, das ist okay.


Sonntag, 19. Februar 2012

2012 - Woche 7

. #tkss Pappnasen Edition im brauhaus ohne namen mit Original Doppelpass Phrasenschwein, freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dominik. Endlich Pladderregen kennengelernt und mich sofort verliebt.
. Ich kriege am Valentinstag vollkommen unerwartet und zum ersten Mal in meinem Leben Blumen ins Büro geschickt. Es ist genauso peinlich wie ich es mir vorgestellt habe, aber unglaublich süß. Ich freue mich noch Tage später. <3


. Champions League Achtelfinale Bayer 04 Leverkusen - FC Barcelona. Ein Traum wird wahr, trotz 3:1 Niederlage. Im bayer04blog gibt es meinen Stimmungsbericht zum Spiel.

 

. Karneval! Wie immer in den letzten Jahren hab' ich erst keinen Bock, aber dann kommt früher oder später doch der Rheinländer in mir durch und ich finde mich mit Perücke auf dem Kopf und Bier in der Hand zu schlechter Musik tanzend auf der Office Karnevalsparty wieder. Fun!


. Bayer 04 Leverkusen - FC Augsburg 4:1. Ich mag unsere Fanszene gerade nicht und hoffe, es kehrt bald wieder Ruhe ein.
. Der Schwiegervater ist zu Besuch und sein Auto wird direkt vor unserer Haustür abgeschleppt. Er nimmt's locker, ebenso wie das 0:0 der Bayern. Sein Sohn eher nicht so.
. In Bruges. 4/5.
. Kriegerin, im wundervollen alten Metropol Kino in Bilk. 3/5.

Samstag, 18. Februar 2012

Wie beim ersten Mal

Eine Halbzeit ausnahmsweise auf der Haupttribüne zu verbringen, ist ein bisschen wie zum ersten Mal im Stadion sein.
Ich erinnere mich nicht mehr an die Details meines ersten Stadionbesuchs, dafür folgten zu kurz darauf zu viele weitere – ich glaube, ich war nach meinem ersten Spiel bei jedem weiterem Heimspiel der Saison. Aber an das Grundgefühl erinnere ich mich noch sehr gut.


Der Geruch des feuchten Rasens, das dumpfe Geräusch, wenn ein Spieler gegen den Ball tritt – diese Dinge habe ich heute wieder, wie zum ersten Mal, wahrgenommen. Im C-Block, unserer kleinen Stehkurve in der Ecke, riecht man den Rasen nicht und hört nicht den Ball.
Stefan Kießling läuft viel schneller als ich vom C-Block und von vor dem Fernseher aus den Eindruck gewonnen hatte, und vorallem viel kompakter und kontrollierter. Man erfasst wie groß das Spielfeld tatsächlich ist, und ich konnte mir ungefähr vorstellen, wieviel Kraft es kosten muss, ständig von der einen Seite zur anderen und wieder zurück zu rennen, wie beispielsweise der Augsburger Lorenzo Davids es vor uns getan hat. (Der dann auch in der 61. Minute ausgewechselt wurde.)
Ich verspürte heute tatsächlich mitunter kindliche Freude unsere Spieler aus der Nähe zu sehen. Es wurde schon mehrfach geschrieben, aber es ist toll zu sehen wie sich beispielsweise Lars Benders Körpersprache auf dem Platz entwickelt hat, und es ist toll, das aus der Nähe zu sehen. (Lars Bender for Captain!)


Der C-Block ist mein Zuhause. Aber als beim 1:1 ein "Robin, mach's doch wie Wulff und tritt zurück"-Spruchband ausgerollt wurde, war ich froh in F zu sitzen. Ich identifiziere mich mit vielen Elementen unserer aktiven Fanszene, aber mit genauso vielen nicht. Ein bisschen Abstand ist da von Zeit zu Zeit ganz wohltuend.

Sonntag, 12. Februar 2012

2012 - Woche 6

. Der Tag des Dilated Peoples Konzerts ist gekommen und beginnt mit einem Retweet meines Tweets von Mr. Evidence himself, I'm in Fangirl Heaven. Nach dem Konzert nicht mehr so, als Evidence twittert, dass es his worst show in 3 years war. Wir klären das via Twitter, ich bin wieder in Fangirl Heaven (#muchlove) und gehe glücklich ins Bett.

 

. Ein freier Tag mitten in der Woche ist herrlich; ich mache meine Steuererklärung für 2008.
.  Die Aussicht auf einen neuen Kunden und einen Termin in London im März. Viel (Vor-)Freude, aber auch viel Flugangst, aber da muss ich jetzt durch, wa?

 

. WG-Party in Bonn, ganz viel Liebe, Maracuja-Korn und Jelly Shots. Freundschaften, denen räumliche und zeitliche Entfernung nichts anhaben kann.
. Mama und Papa wiedersehen. Papas neues Atelier anschauen.


 

. Borussia Dortmund - Bayer 04 Leverkusen 1:0, hmpf.
. Endlich hab' ich wieder ein Fahrrad in Düsseldorf!

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel

I know the board went about things in a pretty underhand way, but something had to be done. That Arsenal team – full of cliques and overpaid, over-the-hill stars – would never be bad enough to go down, but never good enough to win anything, and the stasis made you want to scream with frustration.
Nick Hornby über Arsenal 1986. Oder Leverkusen 2012.
Fever Pitch ist meine Bibel. Es ist schön, sich so verstanden zu fühlen.